Eröffnung :metabolon

Die Besucherströme rissen nicht ab bei der Eröffnung des fertig gestellten Innovationsstandortes auf der Leppe-Deponie.

 

Was macht man mit einer Abfall-Deponie? Natürlich einen aktiven Innovationsstandort! Seit den 1980er Jahren ist die "Leppe" Zentraldeponie zur Abfallentsorgung für den Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis gewesen. Im Zuge der Regionale 2010 ist das Projekt :metabolon ins Leben gerufen worden. Unter dem Motto der Stoffumwandlung (Metabolismus) und der Umwelttechnonologie ist hier unter der Leitung des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) ein außergewöhnlicher Kompetenzstandort entstanden.

 

Bestehendes soll neu in Wert gesetzt und neu inszeniert werden.Wo früher lediglich Abfall vergraben wurde, sollen heute innovative Möglichkeiten der stofflichen und energetischen Nutzung entwickelt werden – eng verbunden mit neuen Arbeitsplätzen und Zukunftsperspektiven für die Region. Insbesondere der Nachwuchs soll am Standort die Möglichkeit bekommen, spielerisch Erfahrung zu sammeln und ein Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu entwickeln.

 

Somit sind die Schwerpunkte im Projekt :metabolon geprägt durch die Forschung und Entwicklung an einem Außerhochschulischen Lernort, der sich besonders durch seine Nähe zur Praxis auszeichnet und die vermittelnde Aktivität durch das Energiekompetenzzentrum, welches als verbraucherorientiertes Informationszentrum für regenerative Energien und Austauschplattform für Hersteller, Handwerksbetriebe und Verbraucher fungiert. Innovativ voran geht es auch im Bereich der Bildung, mit dem außerschulischen Lernort und der Umgestaltung des gesamten Areals zu einer Lern- und Erfahrungslandschaft für Kinder, Jugendliche und interessierte Erwachsene. Der Spaß und die Erholung soll dabei natürlich nicht zu kurz kommen, damit die Neuausrichtung und der Imagewandel in Leppe in allen Bevölkerungsschichten der Region verankert wird, wird das Konzept durch Angebote für Trendsportarten und sonstige Freizeitaktivitäten abgerundet. Angefangen beim Cross-Golf, über die Herausforderung einer Mountainbike-Strecke bis hin zu einer der längsten Rutschen Deutschlands ist die Leppe-Deponie zu einem attraktiven und außergewöhnlichen Standort für Freizeit und Erholung geworden.

 

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass rund 10.000 Besucherinnen und Besucher zur großen Eröffnungsfeier strömten, um sich selbst von der Verwandlung zu überzeugen. Mit großem Interesse wurden die neuen Angebote aus Bildung, Information, Forschung und Entwicklung sowie Freizeit und Erholung aufgenommen.

 

Nachdem Landrat Hagen Jobi (Verbandsvorssteher des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes) und Johannes Remmel (Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) den neuen Innovationsstandort offiziell eröffneten, folgte ein buntes Rahmenprogramm aus Musik und Unterhaltung sowie diverser Talkrunden zu den Innovationsthemen der Leppe-Deponie auf der Hauptbühne. „Hier wird ein international anerkannter Standort für Ressourcenschonung und Umwandlung aufgebaut. Wir brauchen eine ökologisch-industrielle Revolution“, so der Minister Johannes Remmel.

 

Die interessierten Besucherinnen und Besucher nutzten außerdem die Möglichkeit sich im Bergischen Energiekompetenzzentrum über das Netzwerk zur Nutzung erneuerbarer Energien zu informieren und die neue Cross-Country-Mountainbike-Strecke sowie den Trial-Parcour zu besichtigen. Manch einer unternahm eine Wanderung entlang der Recyklingachse hinauf auf den Kegel der Leppe-Deponie und informierte sich unterwegs über alles Wichtige zum Thema Abfall und Recykling. Oben angekommen konnten die Besucherinnen und Besucher die Aussicht aus einer Höhe von 350 m genießen, sie hatten einen der höchsten Berge der Region erklommen. Hinab ging es dann bedeutend einfacher und in rasantem Tempo, über die mit 110 m deutschlandweit eine der längsten Doppelrutschen. Unten angekommen konnte die Erkundungstour fortgesetzt werden zum Außerschulischen Lernort, verschiedenen Themenausstellungen und zum Bühnenprogramm im Gewerbegebiet. Mit großer Begeisterung wurden alle Attraktionen des großen Eröffnungstages genutzt.

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