Infoveranstaltung Klimaschutzkonzept NRW

Der Region Köln/Bonn e.V. richtete eine Informationsveranstaltung zum neuen Klimaschutzgesetz NRW auf dem Gelände des Regionale 2010-Projktes :metabolon aus.

Als erster Baustein der neuen Klimaschutzstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen ist am 11. Juli 2011 der Windenergieerlass 2011 NRW in Kraft getreten. Der Erlass zeigt auf, welche planerischen Möglichkeiten für den Ausbau der Windenergienutzung bestehen. Darüber hinaus gibt der Erlass Hilfestellung zur rechtmäßigen Einzelfallprüfung.  

Der Region Köln/Bonn e.V. hatte im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema: „Das neue Klimaschutzgesetz NRW und seine Bedeutung für die Kommunen in der Region Köln/Bonn“ auf das Gelände des Regionale 2010-Projektes :metabolon eingeladen, die neuen Regelungen des Windenergieerlasses erläutert und inzwischen aufgetretene Fragen zu dem  Erlass beantwortet.   

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Umsetzung der Regelungen in der Praxis der Bauleitplanung und der Landesplanung. Aber auch die natur- und artenschutz- rechtlichen Anforderungen an die Nutzung der Windenergie sowie der Immissionsschutz wurden diskutiert. 

„Das Klimaschutzgesetz NRW sorgt für eine gesetzliche Verankerung der Klimaschutzziele in  Nordrhein-Westfalen und schafft einen institutionellen Rahmen für die Erarbeitung und Umsetzung von Emissionsminderungs- und Anpassungsmaßnahmen“, so Heinz-Jürgen Schütz von der Energieagentur NRW. Schütz erläuterte den 25 Teilnehmern aus der Region den Windenergieerlass NRW und das Klimaschutzgesetz NRW. 

Der neue Windenergieerlass ist Teil der Klimaschutzpolitik der Landesregierung. Das geplante Klimaschutzgesetz sieht unter anderem vor, die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 zu verringern. Dem Ausbau der erneuerbaren Energien kommt dabei in Zukunft eine Schlüsselrolle zu. Daher will die Landesregierung den Anteil der Windenergienutzung an der Stromerzeugung  bis  zum  Jahr 2020 von derzeit gut drei auf 15 Prozent anheben. Mit Hilfe des Windenergieerlasses 2011 NRW sollen die rechtlichen Spielräume für den Ausbau von Windenergieanlagen optimal ausgenutzt werden. 

Es wurde deutlich, dass der zunächst vom Land NRW angegebene Zeitplan nicht eingehalten werden kann und dass alle Maßnahmen, die von den Kommunen gefordert werden, auch gefördert werden können. Schütz erklärte, dass es keine Verpflichtung zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes geben wird, da ansonsten die Förderung des Bundes in NRW nicht mehr in Anspruch genommen werden könne. 

Im Anschluss an die Veranstaltung informierte die Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes im Rahmen einer Rundführung über das Regionale 2010 Projekt :metabolon, in dessen Rahmen die Zentraldeponie Leppe zu einem Kompetenz- und Transferzentrum für den Bereich der regenerativen Energien entwickelt worden ist. Dieses Konzept wurde durch die Entwicklung eines zentralen Ausstellungs-, Demonstrations- und Transferzentrums für regenerative Energien in der Region Köln-Bonn wesentlich ergänzt. In der Dauerausstellung konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung noch einmal anschaulich über die verschiedenen Formen der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen wie Biomasse, Windkraft oder Sonnenenergie informieren.  

Auf rund 700 m² stehen den Ausstellungsbesuchern eine breit gefächerte Auswahl des Stands der Technik der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz zur Verfügung.

Neben dem normalen Ausstellungsbetrieb werden regelmäßig Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Schulungen, Messeauftritte und Weiteres gemeinsam mit Partnerunternehmen organisiert und durchgeführt. Die Räumlichkeiten für Schulungen, Veranstaltungen sowie ein entsprechender Gastronomiebereich finden sich direkt angrenzend an die Ausstellungshalle.

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