Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Götze Hauptschule Burscheid pflanzen Lärche

Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Götze Hauptschule Burscheid pflanzen Lärche

Zum „Tag des Baumes“ haben die Schülerinnen und Schüler der Gartenbau AG der Friedrich-Götze-Hauptschule in Burscheid in Kooperation mit dem Holzcluster Bergisches Land und dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband am Mittwoch, den 02. Mail 2012 im Schulgarten Rötzinghofen den Baum des Jahres 2012 - die Europäische Lärche (Larix decidua) - gepflanzt. Gemeinsam wollen sie mit dieser Aktion auf die besondere Bedeutung der Bäume und Wälder für den Klima-, Umwelt- und Naturschutz hinweisen. 

 

In seinem Grußwort hob die stellvertretende  Landrätin des Rheinisch-Bergischen Kreises, Frau Claudia Seydholdt hervor, dass die Europäische Lärche aufgrund ihres hohen Harzgehaltes sehr wetterfest und unter Wasser Jahrhunderte haltbar ist. Ihr Holz wird deshalb z. B. als Außenbekleidung für Gebäude genutzt. Zwei schöne Beispiele hier in der Region sind das Regionalforstamt in Gummersbach und der Außerschulische Lernort, der im Rahmen des Regionale 2010-Projektes  :metabolon errichtet wurde. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Burscheid, Herr Bodo Jakob, der in Vertretung von Herrn  Bürgermeister Caplan an der Veranstaltung teilnahm, ergänzte, dass in der Alpenregion noch viele alte Holzblockhäuser aus Lärchenholz zu bewundern sind und inzwischen wieder neue Häuser aus diesem dauerhaften Holz gebaut werden, häufig auch mit Lärchenholzschindeln gedeckt. Die Pflanzung von Lärchen als Mischbaumart in den heimischen Wäldern sei zudem ein positiver Beitrag zur Steigerung der biologischen Vielfalt in unserer Region. Beide Redner lobten das Engagement der Schüler und deren aktives Eintreten für den Umwelt- und Naturschutz und forderten die Jugendlichen auf, sich auch in Zukunft für den Schutz von Bäumen einzusetzen, damit auch nachfolgende Generationen dieses wunderbare und nachhaltige Material nutzen können.

 

Wie wichtig die Wälder des Bergischen Landes auch für die hiesige Bevölkerung und die Forst- und Holzwirtschaft sind, erläuterte Wilfried Schneider vom Holzcluster Bergisches Land den Schülerinnen und Schülern der Gartenbau AG. So nehmen die Bäume über die Blätter Kohlendioxid aus der Luft auf, speichern es als Kohlenstoff im Holz und geben Sauerstoff wieder ab; sie reinigen und befeuchten die Luft und sie produzieren unter Ausnutzung der Sonnenenergie den wichtigsten heimischen Bau- und Energierohstoff, das Holz. Immerhin sind im Bergischen mehr als 800 Betriebe mit rund 6.300 Beschäftigten direkt vom Holz abhängig.

 

Damit die vielfältigen Leistungen der Wälder auch zukünftigen Generationen in gleichem Maße zur Verfügung stehen, werden sie nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gepflegt. Dies bedeutet, dass nur soviel Holz geerntet wird wie im selben Zeitraum wieder nachwächst. Und dort, wo der Wald nicht selbst für ausreichend Nachwuchs sorgt, zum Beispiel nach einem Windwurf, werden junge Bäume nachgepflanzt.  Hierfür müssen die Waldbesitzer sorgen. Im Bergischen sind dies zu rund 80 Prozent Privatpersonen.

Und dann wurde zur Tat geschritten: Eine stattliche Lärche von rund drei Meter Höhe wurde von den Jugendlichen der Gartenbau AG gepflanzt. Sie werden nun die Patenschaft übernehmen und dafür sorgen, dass der junge Baum wächst und gedeiht.

 

 

Hintergrundinformationen zum Holzcluster Bergisches Land:

Das Holzcluster wurde im November 2008 als Kooperationsprojekt des Rheinisch-Bergischen und des Oberbergischen Kreises, des Landesbetriebes Wald und Holz NRW und des Bergischen Abfallfallwirtschaftsverbandes ins Leben gerufen. Im Fokus steht der Rohstoff Holz als regionaler, nachhaltig nutzbarer Bau- und Brennstoff, seine Verfügbarkeit, die notwendige Logistik und seine Qualität. Ziel ist es, als unabhängige und neutrale Organisation gemeinsam mit den Akteuren vor Ort die Potenziale für die energetische und stoffliche Nutzung von Holz nachhaltig und langfristig zu erschließen. Zu den Tätigkeitsfeldern gehört die Öffentlichkeitsarbeit, Information und Qualifizierung der verschiedenen Zielgruppen, Initiierung von regionalen Projekten sowie die Schaffung von Synergien durch Vernetzung, die letzt-endlich allen Beteiligten zu Gute kommen.

 

Informationen zum Baum des Jahres unter:

www.baum-des-jahres.de 

 

Kontakt:

Wilfried Schneider

Holzcluster-Manager Bergisches Land

Post: Braunswerth 1 – 3

51766 Engelskirchen

Büro: Am Berkebach

51789 Lindlar

Telefon  0 22 66 / 90 09 – 72

Fax:        0 22 63 / 805 – 550

E-Mail:   schneider@720a79c10b4b4c379099d8bb6477936dbavmail.de

www.holzcluster-bergisches-land.de

 

Abb.:   Baumpflanzaktion der Gartenbau AG der Friedrich-Götze-Hauptschule Burscheid und des Holzclusters Bergisches Land

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