Spatenstich im Projekt :agrohort

Spatenstich im Projekt :agrohort

NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart startete am 22. August die Bautätigkeiten auf dem Campus Klein-Altendorf in Rheinbach.

Über eine Förderung in Höhe von rund 4 Millionen Euro freut sich die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn. Wie das NRW-Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Forschung jetzt mitteilte, erhält das Projekt „:agrohort“ ein Förderpaket mit Landes- und EU-Mittel über eine Laufzeit von 3 Jahren. Auf dem zwischen Meckenheim und Rheinbach gelegenen Campus Klein-Altendorf entsteht im Rahmen der Regionale 2010 in den kommenden Jahren ein „Science-to-business-Center“ :agrohort, das wissenschaftliche Ergebnisse schneller in eine praktische Anwendung überführen soll. Gleichzeitig entsteht mit :agrohort eine für die interessierte Öffentlichkeit zugängliche Forschungs- und Produktionslandschaft für Landwirtschaft und Gartenbau, die neben dem Campus Klein-Altendorf weitere thematische Orte wie Baumschulen und Obstbaubetriebe in Rheinbach und Meckenheim miteinbezieht.

Startschuss für die Realisierung des Projektes :agrohort war der erste Spatenstich am 22. August durch Nordrhein-Westfalens Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, dieser war eingebettet in den jährlich stattfindenden "Tag der offenen Tür" am Campus Klein-Altendorf.

Auf rund 140 Hektar untersucht das :agrohort-Projekt am Campus Klein-Altendorf moderne Formen des Gartenbaus und landwirtschaftliche Anbaumethoden der Zukunft. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Übergang von der Freilandkultur über den teilgeschützten Anbau (Rainoutshelter und Vegetationshalle) hin zum licht- und energieoptimierten Gewächshaus. Da Nutzpflanzen aufgrund des Klimawandels immer häufiger Dürreperioden ausgesetzt sind, die sich durch geeignete Anbaumethoden vermeiden lassen, ist dieses Thema von höchster wissenschaftlicher Relevanz.

Auf dem Campus Klein-Altendorf wird dazu ein innovativer Gewächshauskomplex aus neuen hochtransparenten Dachmaterialien entstehen. Er wird weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Gewächshäuser und soll zudem mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region beheizt werden. An dem Vorhaben ist auch das Forschungszentrum Jülich als Projektpartner beteiligt.

„Wir wollen das regionale Forschungspotenzial für die Entwicklung neuer Technologien in Gartenbau und Landwirtschaft bündeln“, erklärte Projektleiter Dr. Ralf Pude. „Gleichzeitig wollen wir demonstrieren, wie viel Optimierungspotenzial auch in diesen Bereichen steckt. :agrohort soll dabei auch zu einer Art Demonstrations-Zentrum werden, in dem wir Interessenten neue Technologien präsentieren können.“

Bereits im Jahr 2002 wurde auf dem Campus Klein-Altendorf das so genannte Kompetenzzentrum Gartenbau (KoGa) gegründet. :agrohort bietet dazu eine ideale Ergänzung. In unmittelbarer Nähe zur Station siedelt sich derzeit das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum des Landes Rheinland-Pfalz mit 27 neuen Arbeitsplätzen an. Im Rahmen des nordrhein-westfälischen Strukturprogramms Regionale 2010 ist das Projekt :agrohort in das Konzept „Gärten der Technik“ eingebettet.

Die Gärten der Technik stellen ein regionales Netzwerk innovativer Forschungs-und Produktionsstandorte in der Region Köln/Bonn dar, die zukunftsfähig weiterentwickelt und gleichzeitig mehr als bisher für die interessierte Öffentlichkeit, und dabei insbesondere für den Nachwuchs zugänglich gemacht werden.

Das untere Bild zeigt die Akteure beim Spatenstich:
von links nach rechts:
Prof. Dr. Ralf Pude, Geschäftsführer der Lehr- und Forschungsstationen der Universität Bonn, Prof. Dr. Karl Schellander, Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Universität Bonn, Bert Spilles, Bürgermeister der Stadt Meckenheim, Stefan Raetz, Bürgermeister der Stadt Rheinbach, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Nordrhein-Westfalen, Frithjof Kühn, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Dr. Reimar Molitor, Regionale 2010 Agentur

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