Charta :terra nova in Bergheim unterzeichnet

Charta :terra nova in Bergheim unterzeichnet

Nördlicher Rhein-Erft-Kreis und RWE Power vereinbaren langfristige Zusammenarbeit.

Anlässlich der Regionale 2010 haben am 20. August im Kreishaus in Bergheim der Planungsverband :terra nova und RWE Power AG eine Kooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Entwicklung des nördlichen Rhein-Erft-Kreises unterzeichnet. Neben Landrat Werner Stump und RWE Power AG Vorstandsmitglied Matthias Hartung waren Bürgermeisterin Maria Pfordt, Stadt Bergheim, sowie ihre Kollegen Wilfried Effertz aus Elsdorf und Gunnar Koerdt aus Bedburg vertreten.

Der Planungsverband :terra nova besteht aus dem Rhein-Erft-Kreis und den Kommunen Bergheim, Bedburg und Elsdorf. In den letzten drei Jahren hat der Verband mit Unterstützung der Regionale 2010 Agentur und der RWE Power sowie in enger Abstimmung mit dem Erftverband und der Landwirtschaft an dem Projekt :terra nova gearbeitet. 

Landrat Werner Stump: „Das Projekt hat das Ziel, ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Energieregion im nördlichen Rhein-Erft-Kreis zu erarbeiten, das über die Regionale 2010 hinaus trägt. Wir wollen den Menschen in dieser Region einen landschaftlich und wirtschaftlich attraktiven Lebensraum bieten. Mit der heutigen Unterzeichnung der Charta :terra nova machen wir hierzu einen großen Schritt.“ Die Bürgermeisterin und die Bürgermeister der beteiligten Kommunen betonen: „Wir profitieren in hohem Maße von der Braunkohlengewinnung und -verstromung. Aber wir wollen nicht vergessen, dass hiermit Belastungen verbunden sind. Deshalb ist uns ein gemeinsames Verständnis von gegenseitiger Unterstützung und Akzeptanz wichtig. Die Charta :terra nova schafft hierzu eine hervorragende Basis.“

:terra nova besteht derzeit aus vier Projektbausteinen:

1. Die nördliche Kante des Tagebaus Hambach bei Elsdorf soll landschaftlich aufgewertet und gestaltet werden. Hierzu errichtet RWE Power ein attraktives Aussichtsforum mit einem hochwertigen Freibereich südlich von Elsdorf-Berrendorf. Der entsprechende Architekturwettbewerb war europaweit ausgeschrieben und wurde vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Mit dem Bau des Forums beginnt RWE Power in der ersten Hälfte 2010. Die Investitionen liegen bei rund  2,5 Millionen Euro. Zudem investiert das Unternehmen eine Million Euro in die Aufwertung des Landschaftsraumes entlang der Tagebaukante im Bereich von Elsdorf.  

2. Nach dem Ende der bergbaulichen Aktivitäten im Bereich des Tagebaus Fortuna-Garsdorf ist die vorhandene Bandanlage vom Tagebau Hambach nicht mehr erforderlich. Die das Landschaftsbild prägende Struktur der Fernbandtrasse soll erhalten bleiben und zu einer hochwertigen Freizeit- und Grünachse entwickelt werden. RWE Power unterstützt diese Maßnahme mit Leistungen in Höhe von rund einer Million Euro. Weitere 1,5 Mio. Euro werden vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Planungsverband :terra nova eingebracht.

3. Im Bereich der ehemaligen Landesentwicklungsplan VI-Fläche bei Paffendorf planen die Kommunen Bergheim, Bedburg und Elsdorf ein interkommunales Kompetenzareal für Gewerbeansätze mit dem Schwerpunkt auf Energie und Landwirtschaft. Gemeinsam mit RWE Innogy unterstützt RWE Power die Entwicklung dieses Gebietes mit der Errichtung einer innovativen Biogasanlage. Das produzierte Biogas wird in das regionale Versorgungsnetz eingespeist. Darüber hinaus wird RWE Power ihr Know-how hinsichtlich der Ansiedlung energiekompetenter Unternehmen einbringen. 

4. Der Kraftwerksstandort Niederaußem mit dem Innovationszentrum Kohle und dem derzeit modernsten Braunkohlenblock der Welt ist bereits heute von überregionaler Bedeutung. Er soll weiter aufgewertet werden. Bei einer weiteren Standortentwicklung bietet sich die Chance, durch ein funktional wie gestalterisch überzeugendes Gesamtkonzept dem renommierten Kompetenzstandort auf internationalem Niveau gerecht zu werden. Hierzu wird ein hochwertiges Informationsangebot entwickelt. 

„Die hier skizzierten Projekte zur Unterstützung von :terra nova durch RWE Power AG unterstreichen, dass wir gemeinsam mit der Region nördlicher Rhein-Erft-Kreis einiges bewegen wollen. Über die Errichtung der innovativen Biogasanlage hinaus werden wir hierfür mehr als vier Millionen Euro in die Hand nehmen“, unterstreicht Matthias Hartung, Vorstandsmitglied der RWE Power AG. „Ich bin fest davon überzeugt, dass das Projekt :terra nova erfolgreich sein wird. Dafür spricht die seit Jahrzehnten entwickelte gute Partnerschaft zwischen der Region, dem Rhein-Erft-Kreis und den Kommunen Bergheim, Bedburg und Elsdorf“, so Hartung weiter. 

Aus Sicht des Planungsverbandes und von RWE Power soll und wird die Braunkohlenförderung sowie deren Verstromung und Veredlung auch in den nächsten Jahrzehnten einen zentralen Beitrag für die Energieversorgung leisten. Sie sichert derzeit nahezu 50 Prozent des Grundlastbedarfs in Nordrhein-Westfalen.

Bilder: Ute Prang, Rhein-Erft-Kreis

Das Bild unten zeigt die Unterzeichner der Charta :terra nova:
Vordere Reihe von links nach rechts: Bergheims Bürgermeisterin Maria Pfordt, Landrat des Rhein-Erft-Kreises und Ausschuss-Vorsitzender der Regionale 2010, Werner Stump, Vorstandsmitglied der RWE Power AG, Matthias Hartung
Hintere Reihe von links nach rechts: Dezernent des Rhein-Erft-Kreises, Manfred Kohlmann, Bedburgs Bürgermeister, Gunnar Koerdt, Geschäftsführer der Regionale 2010 Agentur, Dr. Reimar Molitor, Leiter Tagebauplanung und -genehmigung, RWE Power AG, Dr. Lars Kulik, Elsdorfs Bürgermeister, Wilfried Effertz

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