Waldbauerverband tagt im Bergischen Energie-Kompetenzzentrum

Waldbauerverband tagt im Bergischen Energie-Kompetenzzentrum

Gut ein Viertel der Fläche von Nordrhein-Westfalen ist mit Wald bewachsen. Dass sich dieser Wald zu 67 %  in privater Hand befindet, ist vielen nicht bekannt. Auf Einladung des Waldbauernverbandes NRW, der Interessenvertretung der Privatwaldbesitzer, tagten am 06. November 2012 rund 70 Waldbauern aus dem Rheinland im bergischen Energie-Kompetenzzentrum auf dem metabolon-Gelände in Lindlar um sich über aktuelle Themen zu  informieren.

 

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den 2. stellvertretenden Vorsitzenden des Waldbauernverbandes NRW, Herrn Hans-Friedrich Hardt und Frau Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes referierte Frau Heidrun Buß-Schöne, Geschäftsführerin des Waldbauernverbandes über aktuelle Themen aus der Forstpolitik. Neben der Landes- und Bundespolitik wirken sich Verordnungen und Gesetze der EU immer stärker auch auf den privaten Waldbesitz aus, so dass reichlich Gesprächsstoff vorhanden war.

 

Über Vertragsnaturschutz im Wald berichtete Herr Frank Herhaus von der biologischen Station Oberberg/Rhein-Berg. Als ein gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Privatwaldbesitzern und Naturschutzorganisationen verwies er auf das gemeinsam mit der HIT-Stiftung durchgeführte Projekt  „Alte Bäume für das Leben“.

 

Das Projekt „Virtueller Wald“ wurde von Frau Juliane Saebel, der Projektkoordinatorin vorgestellt. Sie vermittelte einen spannenden Einblick in die Einsatzmöglichkeiten dieser 4D-Computersimulation, die auf vorhandenen Geo-Informationsdaten basiert. Mit diesem Programm kann der Wald nicht nur räumlich dargestellt und von allen Seiten betrachtet werden. Auch die Entwicklung der Waldbestände von der Vergangenheit bis in der Zukunft kann visualisiert, unterschiedliche Bewirtschaftungsformen simuliert und deren Auswirkungen dargestellt werden.

 

Aktuelle Informationen zur Rundholzvermarktung in NRW und den aktuellen Holzpreisen lieferte Oberforstrat Christoph Böltz vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Besondere Aufmerksamkeit aber schenkten die Zuhörer dem letzten Referenten des Tages. Herr Franz Püttmann, seit Anfang des Jahres Fachbereichsleiter Privatwaldbetreuung im Landesbetrieb Wald und Holz, berichtete über die aktuelle Situation in NRW und gab einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung. Er betonte, dass der Landesbetrieb die privaten Waldbesitzer auch weiterhin im Sinne einer "Hilfe zur Selbsthilfe" aktiv unterstützten wird. Trotzdem ist aus seiner Sicht mehr Eigeninitiative der Waldbauern erforderlich um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. In seinem Schlusswort dankte Herr Hardt den Referenten, aber auch den Teilnehmern für die lebhaften Diskussionen, die wesentlich zum Erfolg dieser rundum gelungenen Veranstaltung beitrugen.

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