Schüler können „Studieren probieren“

Schüler können „Studieren probieren“

"Wir sind stolz, den renommierten FH-Campus in Gummersbach als Partner zu gewinnen.“

Damit hob der Schulleiter des Lindlarer Gymnasiums, Oberstudiendirektor Ulrich Güth, den Stellenwert des neuen Kooperationsvertrages mit der Fachhochschule Köln hervor, den er am gestrigen Tag unterschrieb. Die Schule wolle ihren Schülern zusätzliche Möglichkeiten bieten, sich über ein praxisbezogenes Studium zu informieren, aber auch dazu beitragen, so Güth, dass qualifizierter Führungsnachwuchs aus der Region auch im Bergischen bleibt und bei den attraktiven Firmen der Region Arbeitsstellen annimmt.

 

Passend dazu hat der Gummersbacher FH-Campus zahlreiche Kooperationen mit regionalen Unternehmen, in denen die Studierenden schon im Studium über Praxissemester und Projekte mitarbeiten können. Dekan Prof. Dr. Christian Averkamp verwies in der Feierstunde auf das Alleinstellungsmerkmal des Campus Gummersbach als die Fakultät mit den besten Kontakten zur Industrie.„Wir

 

„Ich habe schon fast 40 Kooperationsverträge mit Schulen unterschrieben, aber noch nie hatte eine Unterzeichnung so viele Gäste. Ich freue mich sehr über so viel Interesse!“ Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Fachhochschule Köln, war sichtlich beeindruckt von der Kulisse des mit 28 Personen voll besetzten Kienbaumsaals am Campus Gummersbach der FH Köln. Neben Mitgliedern des Kollegiums und der  Schulpflegschaft waren auch Schülervertreterinnen gekommen. Von der Bezirksregierung Köln nahm der zuständige Dezernent Thomas Knechtges teil, aus Lindlar kam der Bürgermeister Dr. Georg Ludwig. Schließlich hatte sich noch der Bergische Abfallwirtschaftsverband an der Veranstaltung beteiligt und die für das Lindlarer Metabolon-Projekt zuständige FH-Forschungsgruppe Geco>c. 

 

Es war der zehnte Kooperationsvertrag zwischen regionalen Schulen und der FH Köln, der am Campus  Gummersbach unterschrieben wurde. Auch wenn der Hochschulcampus in der eigenen Region hautsächlicher Ansprechpartner ist, stehen den Schulen natürlich alle Informations- und Beratungsangebote der gesamten Fachhochschule Köln mit ihren über 70 Studiengängen offen. Dazu gehört unter anderem das Projekt „Studieren probieren“, bei dem die Schüler an Vorlesungen teilnehmen und am Semesterende sogar die entsprechende Abschlussklausur mitschreiben können. Der entsprechende Leistungsnachweis gilt für ein späteres Studium, auch wenn er als Schüler erworben wurde.

 

Eine Besonderheit der neuen Kooperation ist die Zusammenarbeit im Projekt „:metabolon“ auf der Leppe-Deponie in Lindlar. So wie der Bergische Abfallwirtschaftsverband bereit jetzt mehrere Workshops für Schüler der Sekundarstufe 1 anbietet, wird es im Laufe des Jahres auch Angebote für die Sekundarstufe 2 geben, an denen neben dem BAV auch Mitarbeiter der FH mitwirken werden. Geplante Inhalte sind unter anderem Flammbildanalysen bei der Holzverbrennung oder die Biogaserzeugung, modellhaft im Labormaßstab. Der wissenschaftliche Leiter des metabolon-Projekts, Prof. Dr. Michael Bongards, warb in der Feierstunde für ein Studium am Campus Gummersbach mit der faszinierenden Perspektive, nach Bachelor und Master auch die Promotion erlangen zu können, und das in so zukunftsweisenden Feldern wie „Erneuerbare Energie“ oder „vernetzte Systeme“. „Wir leisten hier Forschungsarbeit, die europaweit anerkannt wird, und wir sind für die Förderung im Wettbewerb mit Forschungseinrichtungen aus ganz Europa ausgewählt worden.“ , so Prof. Bongards.

 

 

 

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