Musterlösungen für Müllprobleme in aller Welt

Musterlösungen für Müllprobleme in aller Welt

„Das :metabolon-Projekt: Musterlösungen für Europas Müllprobleme“ hieß die Sonderveranstaltung zur 50-Jahr-Feier des Fördervereins für den Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln, die in dieser Woche im Entsorgungszentrum Leppe  in Lindlar stattfand. In seiner Begrüßung schlug Bernhard Opitz, der Vorsitzende des Fördervereins, den Bogen noch weiter: Der umfangreiche Umbau der Leppe-Deponie sieht er als ein Modell für andere Deponien in der ganzen Welt. 

Monika Lichtinghagen-Wirths, die Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV), breitete in ihrem Vortrag vor den interessierten Besucherinnen und Besuchern aus den regionalen Unternehmen die ganze Palette der Umgestaltung aus, die dieses Projekt so herausragend  macht. Auf der Deponie wird heute Biogas in großen Mengen erzeugt und Deponiegas verwertet, außerdem Kompost erzeugt. Im außerschulischen Lernort lernen Schüler u.a. Stoffumwandlung im Experiment kennen, Studierende werden in die laufenden Forschungsexperimente der Fachhochschule Köln eingebunden. Die 900 qm große Ausstellungshalle des Bergischen Energiekompetenzzentrums bietet an Messeständen Information und Beratung. Neben einem „nachhaltigen Gewerbegebiet“, das noch im Aufbau ist, gibt es vielfältige Angebote für Freizeitbeschäftigungen und Erholung wie Mountainbike-Strecken oder Cross-Country-Golf.  Mehr als 5000 Besucher bei einem Tag der Offenen Tür belegen die Anziehungskraft dieses bundesweit einzigartigen Projekts.

Prof. Dr. Michael Bongards von der Forschungsgruppe Geco>c der FH Köln erläuterte anschließend an seine Kooperationspartnerin Lichtinghagen-Wirths die Grundzüge der wissenschaftlichen Arbeit auf der ehemaligen Leppe-Deponie. Dazu gehören vor allem Optimierungen in der Mess- und Regeltechnik für Biogasanlagen  im Technikumsmaßstab, aber auch Entwicklungen für eine 350 KW-Holzhackschnitzelheizung. Geplant ist eine weitere Anlage zur Karbonisierung, dabei wird aus Holz sozusagen Braunkohle in kürzester Zeit erzeugt, wie Prof. Bongards auf seiner Führung durch die Laborhallen erläuterte.  Die Gäste zeigen sich tief beeindruckt von den Anlagen, den Perspektiven des Projekts, aber auch von der grandiosen Aussicht über das Oberbergische Land von der Spitze des Müllbergs.

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