Europäische Woche zur Abfallvermeidung auf :metabolon

Europäische Woche zur Abfallvermeidung auf :metabolon

Zusammen mit ihren französischen Austauschpartnern aus La Roche besuchten die Jugendlichen des Grotenbach-Gymnasiums Gummersbach am 21.11.2013 den Standort :metabolon.

 

Anlass war die Europäische Woche zur Abfallvermeidung, die in diesem Jahr in der Zeit vom 16.-24. November bereits zum 4. Mal mit über 10.000 Aktionen stattfindet. Die 180 Veranstaltungen in Deutschland wurden vom NABU als regionaler Institution koordiniert. Bei allen Veranstaltungen geht es darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich Abfall vermeiden oder wenigstens reduzieren lässt oder was mit unserer Erde passieren würde, wenn wir Menschen unser Abfallproblem nicht in den Griff bekommen.

 

Auch auf :metabolon begann der Tag mit dem Aufstieg auf den riesigen „Müllberg“, der aus dem Abfall der letzten 30 Jahre besteht und zeigt, wie viel die Menschen wegwerfen. Anschließend sahen die Jugendlichen auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Leppe in Lindlar, was heutzutage mit dem Abfall passiert. Sie erfuhren, dass der Restmüll, der sich nicht recyceln lässt, seit 2005 verbrannt werden muss, damit das Volumen reduziert, enthaltene Schadstoffe zerstört und sogar Energie gewonnen werden kann.

 

Welche enormen Transportwege der Restmüll dabei zurücklegen muss, um im Müllheizkraftwerk in Leverkusen verbrannt und dann als Rostasche nach Lindlar zurückgebracht zu werden, wurde im Anschluss an den Rundgang im Gebäude des Außerschulischen Lernortes noch einmal nachvollzogen.

 

An fünf verschiedenen Lernstationen näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema Abfallvermeidung aus unterschiedlichen Perspektiven. Wichtig war immer wieder zu erkennen, was man selbst, beispielsweise beim Einkaufen im Alltag, tun kann, um die anfallenden Verpackungsmengen zu reduzieren.

 

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Gruppe trotz eisiger Temperaturen die Aussicht von der Spitze des Müllberges nicht entgehen ließ, ging es in den Seminarraum des Bergischen Energiekompetenzzentrums.

 

Hier widmete sich die Gruppe zum Abschluss dem Thema Lebensmittelverschwendung. Während der gezeigten Filmausschnitte wurden einige Jugendliche dann doch sehr nachdenklich als sie erfuhren, dass in der EU jedes Jahr 90 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Tonne landen- das entspricht einer Lastwagenschlange, die einmal um die Erde reichen würde. Die meisten Lebensmittel sind nicht etwa verdorben, sondern sie entsprechen in Größe und Aussehen einfach nicht den EU-Normen. Zu kleine oder zu große Kartoffeln bleiben direkt bei der Ernte auf dem Acker liegen und gelangen erst gar nicht in die Regale der Supermärkte. Haben Lebensmittel es bis in die Regale geschafft, so werden sie oft schon einige Tage vor dem Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums vorzeitig wieder aussortiert, denn einen Joghurt der nur noch wenige Tage haltbar ist, möchte ja doch niemand mehr kaufen…

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