Neue Regelungen für die EU Argarprämien - Vortragsveranstaltung am 21. Nov. 2013 auf :metabolon

Neue Regelungen für die EU Argarprämien - Vortragsveranstaltung am 21. Nov. 2013 auf :metabolon

 

Ab 2015 wird es neue Regelungen für die EU – Agrarprämien geben. Seit 3 Jahren wurde in Brüssel darüber diskutiert und verhandelt – jetzt sind die Verhandlungen abgeschlossen und in den Mitgliedstaaten werden die nationalen Umsetzungen beschlossen. Hierzu tagte Anfang November die deutsche Agrarministerkonferenz, in der festgelegt wurde, wie viel Geld die einzelnen Bundesländer zur Umsetzung der neuen Agrarpolitik bekommen.

 

Am 21. November hatten die Unternehmerkreise der Landwirtschaftskammer in Lindlar Herrn Dr. German Jeub vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in den Veranstaltungssaal von :metabolon eingeladen, um von den Verhandlungen in Brüssel und den beschlossenen Neuerungen zu berichten.

 

Dr. Jeub ist Sprecher im Sonderausschuss Landwirtschaft in Brüssel und zuständig für die fachliche Verhandlungsführung der deutschen Positionen. Weiterhin liegt die fachliche nationale Umsetzung in seinem Verantwortungsbereich. Er konnte daher direkt als Insider über die nationale Umsetzung berichten. Entsprechend war die Vortragsveranstaltung mit etwa 80 Zuhörern gut besucht.

 

Die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst lauten:

• 70% der vorgesehenen Direktzahlungen sollen als sogenannte Basisprämie gewährt werden.

• 30% als sogenannte Greening-Prämie.

• zusätzlich gibt es Zuschläge für kleine Betriebe und Junglandwirte.

Das Greening ist für (fast) alle Betriebe verbindlich. Nur ökologisch wirtschaftende Betriebe und Betriebe mit mehr als 75% Grünland und max. 30 ha Acker bleiben vom Greening freigestellt.

Das Greening setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

1. Erhalt/bzw. Umbruchverbot von Dauergrünland

2. Fruchtfolgekomponenten:
Betriebe mit 10-30 ha Ackerfläche müssen mindestens 2 Kulturen anbauen, von denen eine Frucht nur < 75 % der Fläche betragen darf.
Bei mehr als 30 ha Ackerfläche müssen mindestens drei verschiedenen Kulturen mit mindestens 5% und maximal 75% Anteil an der Fläche angebaut werden.

3. Erbringung ökologischer Vorrangflächen

Bei Nichteinhaltung der Greening-Bedingungen kommt es zu einer Kürzung der Zahlungen bis hin zum kompletten Versagen der Prämien.

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