Kinder der "Himmelswiese" jetzt offiziell "Kleine Forscher"

Kinder der "Himmelswiese" jetzt offiziell "Kleine Forscher"

Die Kinder der "Himmelswiese" sind am Samstag offiziell zu Forschern ernannt worden und erkunden in der Zukunft ihre Umwelt, Wasser, Elektrizität und physikalische Phänomene. Die Rede ist von der evangelischen Kindertagesstätte "Himmelswiese", die sich seit dem Wochenende mit dem Zertifikat "Haus der kleinen Forscher" schmücken darf.

 

Die Urkunde bekam Leiterin Sylvia Köster am Samstagmorgen überreicht. Gemeinsam mit den anderen Erziehern wird sie das neue pädagogische Konzept im Alltag umsetzen. "Die Kinder können sowohl in ihren Gruppen als auch alleine experimentieren. ,Haus der kleinen Forscher' soll bei uns kein separates Projekt darstellen, sondern ganz natürlich in unseren Tagesablauf einbezogen werden", sagte Köster.

 

Aufgabe der acht Erzieherinnen ist es allerdings, nicht nur organisierte Experimente zu begleiten und zu erklären, sondern auch Zufälligkeiten des Alltages sprachlich aufzugreifen und den Kindern zu erklären. "Wenn dem Kind ein Stift runterfällt, wird das zum Beispiel wiederholt und beobachtet. Kinder lernen dadurch ihre Umwelt und in diesem Fall das Phänomen der Schwerkraft kennen", sagte Kerstin Pack vom Bildungsbüro des Oberbergischen Kreises. Sie überreichte das Zertifikat für das Netzwerk :metabolon/Oberbergischer Kreis, das jeder Kita die Möglichkeit bietet, zum "Haus der kleinen Forscher" zu werden.

 

Finanziell hat der Förderverein das Projekt unterstützt. Sechs der acht Erzieherinnen haben bereits die Fortbildungen für das "Haus der kleinen Forscher" besucht. Das ist nicht selbstverständlich. "Für die Größe unserer Kita hätten zwei geschulte Erzieher ausgereicht, aber wir wollen das Projekt gemeinsam umsetzen und ziehen alle mit", sagte die Kindergartenleiterin.

 

Erzieherin Birgit Henke war besonders stark an der Umsetzung des Projekts beteiligt. "Ich kannte dieses Konzept bereits aus einem anderen Kindergarten und war begeistert davon. Man wundert sich, wie viel die Kinder bereits mit zwei Jahren können und verstehen", sagte Henke. Sie betreute am Samstag das Experiment "Zaubermuschel".

Auf dem Außengelände der Kita hörte man derweil ein ständiges "Ploppen". Dort befüllten die kleinen Forscher Filmdosen mit Brausetabletten und Wasser. Mit verschlossenem Deckel wurde diese Mixtur dann gut durchgeschüttelt und falsch herum auf ein Tablett gestellt. Kurze Zeit später löste sich die Filmdose mit einem lauten "Plopp" vom Deckel und flog in die Luft. "Die Kinder verstehen vielleicht noch nicht, dass sich ein Druck in der Dose bildet und die kleine Explosion daher rührt. Sie können allerdings die Zusammenhänge beobachten", erklärte Erzieherin Marina Krötzsch-Fechtner. Aber nicht nur die Erzieherinnen stehen hinter dem neuen Konzept, sondern auch die Eltern. Die Söhne von Kirsten Radermacher, Marlon und Lennard, freuen sich über die vielen Experimente. "Die Jungs sind begeistert. Ich habe die Experimente auch schon alle ausprobiert", sagte die Mutter. Die Eltern werden regelmäßig über die Fortschritte informiert und haben das Projekt an einem Forscherabend kennengelernt.

 

"Da haben die Eltern selbst experimentiert und waren sichtlich angetan von dem Konzept", sagte Sylvia Köster. Praktisch ist, dass die meisten Experimente mit Alltagsgegenständen durchgeführt werden können. "So wird die eigene Küche dann auch schon mal zum Labor", sagte Kirsten Radermacher. Sie erklärte den Kindern am Samstag, wie man mit Wasser und Spülmittel große Seifenblasen machen kann.

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