Angehende Landschaftsarchitekten aus Pennsylvania und Los Angeles besuchten :metabolon

Angehende Landschaftsarchitekten aus Pennsylvania und Los Angeles besuchten :metabolon

Im Rahmen Ihres 3– monatigen Deutschlandaufenthaltes an der Akademie für Internationale Bildung (AIB) in Bonn besuchten 15 Studierende der Penn-State University und der Loyola Marymount University Los Angeles am 09. März 2015 das umgestaltete Deponiegelände in Lindlar.

 

Das AIB führt seit 1993 „Study Abroad“ - Programme in Deutschland und Europa durch. Mittlerweile gehört der Besuch bei :metabolon zum festen Bestandteil des Trimesterprogrammes. Prof. Thomas Knüvener berichtet dabei regelmäßig von den ersten Ideen zum Projekt :metabolon aus dem Jahr 2008 und erläutert den Studierenden die  landschaftsarchitektonische Gestaltung des Geländes.

 

Als Einstieg konnten die Studierenden zunächst sehen, wie die Nachsorge von Deponieflächen früher erfolgte, als die Abfälle möglichst unsichtbar mit einer Grasdecke abgedeckt wurden. Der neue Ansatz von :metabolon ist die Nutzung des Geländes nicht zu verstecken, sondern für die Bevölkerung sichtbar aufzubereiten, sodass eine Sensibilisierung für Fragen des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung geschieht.

 

Diese Sensibilisierung erfuhren auch die Studierenden aus den USA, indem sie in einer kurzen Lerneinheit ihren eigenen ökologischen Fußabdruck ermittelten. Mit dem Modell des ökologischen Fußabdruckes lässt sich beschreiben, wie groß die benötigte Fläche sein müsste, um alle Ressourcen und Energie zur Verfügung zu stellen, die ein Mensch in seinem Alltag braucht. Im weltweiten Vergleich ist diese Fläche je nach Lebensstil sehr unterschiedlich und reicht von 0,5 ha im Kongo bis 9,5 ha in der Vereinigten Arabischen Emiraten, dicht gefolgt von der USA mit 9,4 ha. Fazit war, dass Jeder in seinem Alltag etwas tun kann, um seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

 

Auf dem abschließenden Rundgang über den Standort konnten die Studierenden der Landschaftsarchitektur aus Pennsylvania und des Programms über Nachhaltigkeit der Loyola Marymount University erleben, wie in Lindlar mit Abfällen und Ressourcen umgegangen wird, um die Rohstoffe der Erde zu schonen. Sie besichtigten die Vergärungs- und Kompostierungsanlage, sowie den letzten Deponieabschnitt, in dem derzeit die Rostasche verfüllt wird.

 

Dabei wurde die Besonderheit des Standortes :metabolon deutlich, hier ist es gelungen, ein Nebeneinander von aktivem Entsorgungsbetrieb und frei zugänglichen Besucherbereichen zu ermöglichen. Professor Knüvener betonte zum Abschluss, dass :metabolon eine einzigartige Kombination von Deponiegelände, Gewerbegebiet, Ausflugsziel, Sportgelände und Lern- und Forschungsstandort ist. Dieser Eindruck wurde abgerundet, als die Gruppe auf der Aussichtsplattform auf das Kuratorium der Fachhochschule Köln, welches auf :metabolon tagte, traf.

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