EnergieAgentur.NRW und Zentrum für ländliche Entwicklung auf :metabolon - Fachveranstaltung „Bioenergie aus Abfall – Verwertung biogener Reststoffe“

EnergieAgentur.NRW und Zentrum für ländliche Entwicklung auf  :metabolon - Fachveranstaltung „Bioenergie aus Abfall – Verwertung biogener Reststoffe“

Die verstärkte Nutzung von biogenen Abfällen und Reststoffen zur Erzeugung von Wärme, Strom und Kraftstoff wird von der Landesregierung NRW vorangetrieben. Ohne dass zusätzliche land- oder forstwirtschaftliche  Flächen  für den Anbau von Energiepflanzen in Anspruch genommen werden, kann aus Bioabfall sowie anderen Reststoffen Energie gewonnen werden. Bei der angestrebten CO2-neutralen Energieversorg von morgen nimmt die Biomasse aus Abfall und Abwasser eine besondere Rolle ein. Am Standort :metabolon, dem Kompetenzzentrum für Ressourcenmanagement, fand am 20. Mai 2015 gemeinsam mit dem Zentrum für ländliche Entwicklung (ZeLE) und der EnergieAgentur.NRW eine Informationsveranstaltung  zu diesem Zukunftsthema statt.

 

Kreisdirektor Jochen Hagt begrüßte die rund 30 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, die sich im Bergischen Energiekompetenzzentrum den gesamten Tag mit Fachvorträgen in das Thema vertieften:

„Schon sehr früh wurde hier im Zuge der Nachnutzung der Deponie Leppe ein innovativer Ansatz der Kreislaufwirtschaft erarbeitet und umgesetzt. Abfall wird durch das Projekt :metabolon mittlerweile völlig neu interpretiert, nämlich als Sekundar-Rohstoff. Vom Abfall zum Rohstoff ist die Devise – dies bezieht sich selbstverständlich auch auf die biogenen Reststoffe“, so Jochen Hagt.

 

Zu Beginn der Veranstaltung informierte das LANUV durch Christina Seidenstücker über die Potenziale im Bereich Bioenergie in NRW. Anschließend folgte ein Vortrag über praxiserprobte regionale Biomassestrategien am Beispiel der KuLaRuhr durch Frau Bianca Porath (TU Darmstadt). Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden vermehrt Beispiele und Konzepte für einzelne biogene Reststoffe behandelt. Die Themen Vergärung von Bioabfällen (Thomas Kropp, Gesellschaft zur Verwertung organischer Abfälle), die Brikettierung von Laub (Tobias Peselmann, NETZ Ingenieurbüro GmbH) sowie die Etablierung einer Energie-Plus-Kläranlage (Gunnar Beermann, Stadtwerke Bad Oeynhausen) wurden intensiv besprochen. Die verschiedenen Themen animierten die Teilnehmer zu zahlreichen Fragen und Diskussionen.

 

Mit dem Standort :metabolon fand die Veranstaltung an einem Ort statt der schon heute den bewussten Umgang mit Ressourcen und Reststoffen lebt. Daher stellte Monika Lichtinghagen-Wirths (Bergischer Abfallwirtschaftsverband) den Projektansatz sowie die aktuellen Entwicklungen dem Publikum vor. Im Anschluss konnten die Teilnehmer der Fachveranstaltung die kombinierte Vergärungs- und Kompostierungsanalage der AVEA live besichtigen. Zum Abschluss wurde eine Führung über den restlichen Projektstandort angeboten, bei der die Teilnehmer der Veranstaltung sich selber von dem Konzept des Projektes :metabolon überzeugen konnten.

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