Das richtige Gefühl für Buckel und Kurven - Fahrtechnikkurs auf dem Projektstandort :metabolon

Das richtige Gefühl für Buckel und Kurven - Fahrtechnikkurs auf dem Projektstandort :metabolon

Eigentlich sind die Pedale an den Fahrrädern hier überflüssig, der Sattel auch und es geht sogar ohne Bremse, zumindest bei den Könnern.

Denn auf dem sogenannten Pump-Track auf dem Metabolon-Gelände geht es darum, mit dem Mountain-, BMX- oder Cross-Rad ohne in die Pedale zu treten, einen buckeligen kurvenreichen Parcours zu absolvieren.

 

Das kann richtig viel Spaß machen, erfahren Nils (13) und Max (12), die im Rahmen des Sommerferien-Programms einen Kurs auf dem Pump-Track

absolvieren. Und da sie nur zu zweit sind, haben sie sogar Einzelbetreuung von Sven Biermann und Janek Röttgen. Die beiden 19-Jährigen fahren seit

sieben Jahren in Skateparks und auf Pump-Tracks und sind richtige Könner. Warum es „pump“ heißt, wird schon auf den ersten Metern des welligen Rundkurses deutlich.

 

Um vorwärtszukommen, müssen Nils und Max kräftig pumpen, das heißt, ihr Gewicht nach vorne zu bringen, um ordentlich Schwung für den nächsten

Buckel zu bekommen. Das erfordert einige Übungen und ist gar nicht so leicht, wie es aussieht, wie der Autor auf einer Proberunde erfahren musste.

Als Voraussetzung benötige man nicht viel, sagt Sven Biermann, ein Mountain- oder BMX-Rad, das man sicher beherrsche,

reiche am Anfang völlig aus. Man müsse das eigene Können realistisch ein schätzen und es zu Beginn langsam gehen lassen. So wie Nils, der schon nach ein paar

Runden den Bogen raus hat und ohne in die Pedale zu treten den Parcours meistert. „Man muss sich darauf einlassen, dann macht es schnell Spaß“, sagt er.

 

Zudem sei es mal etwas völlig anderes, als einfach nur Fahrrad zu fahren. Und auch Max macht große Fortschritte, wird immer sicherer

auf dem Parcours und bald absolvieren die beiden Instruktoren mit ihren Schülern auch die ersten Kurven auf der Strecke. Den Pump-Track auf Metabolon

könne jeder nutzen, sagt Röttgen, der ein freiwilliges soziales Jahr bei der Gemeinde absolviert, während Biermann ein freiwilliges ökologisches Jahr auf Metabolon leistet. Die

Sicherheit sei wichtig, deswegen gehe es nur mit Helm auf die Strecke, betonen beide.

 

Das Fahrrad müsse richtig eingestellt sein, vor allem der Sattel müsse in der niedrigsten Position sein, damit er beim Fahren über die Buckel nicht behindert. Die Profis haben spezielle Räder ohne Gangschaltung,

mit nur einer oder gar keiner Bremse. Bei Kunststücken wie Sprüngen mit Drehen des Lenkers oder den Beinen über dem Lenker würden die Kabelzüge zu den Bremsen stören,

sagt Biermann. Und die beiden Profis zeigen, dass man auch nur auf dem Hinterrad über die Buckelpiste fahren kann oder mehrere der Hubbel überspringen kann. Bis dahin ist es

für Nils und Max noch ein weiter Weg. Spaß haben sie jedenfalls reichlich und bei der nächsten Aktion wollen sie wieder mit dabei sein.

 

Dazu ist bereits am heutigen Montag von 9.45 bis 12.30 Uhr Gelegenheit auf der neuen Skateanlage im Freizeitpark. Die ist noch nicht offiziell eröffnet (am Samstag, 11. Juli, 13 Uhr) aber

für den Kurs im Rahmen der Ferienspaßaktion gibt es eine Ausnahme. Es wird ein Grundlagenkurs Skatepark angeboten, für alle, die mit ihren rollenden Geräten fahren wollen.

Die beiden 19-jährigen Trainer freuen sich über Teilnehmer. 

 

Autor: Michael Lenzen, BLZ

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