Bewegung wie durch Geisterhand – Kinder forschen mit Magneten und Luft beim Herbstferienprogramm auf :metabolon

Bewegung wie durch Geisterhand – Kinder forschen mit Magneten und Luft beim Herbstferienprogramm auf :metabolon

Die meisten der 20 Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren waren am 14. Oktober nicht zum ersten Mal am Projektstandort :metabolon, sondern hatten schon das ein oder andere der insgesamt vier  Herbstferienprogramme  des Lernortes und des „Haus der kleinen Forscher“ besucht.

 

Da bald Halloween vor der Tür steht, drehte sich diesmal alles um das Thema Spuk und Geister. Zur Einstimmung ging die Gruppe in einen dunklen Ausstellungsraum in der Müllmauer hinein und stellte sich vor, wie es wäre, sich im Inneren der Deponie zu befinden. Ob es dort wohl Lebewesen gibt…?

 

Von dort aus ging es zum Forschen in das Holzklassenzimmer. Die Kinder probierten aus, wie sich Büroklammern durch Bierdeckel, Tischplatten oder ihre Hände hindurch mit Hilfe von Magneten wie durch Zauberhand bewegen ließen. In Kugeln mit Eisenspänen bildeten sich durch Magnetkraft seltsame bizarre Muster.

 

Anschließend konnte dann jedes Kind seinen eigenen kleinen „Flaschenteufel“ bauen. Dazu wurde ein Stück eines Strohhalmes abgeschnitten, geknickt, mit Büroklammern beschwert und vorsichtig  in eine Flasche mit Wasser gesetzt. Dort schwimmt der Flaschenteufel zunächst oben. Drückt man jedoch auf die Plastikflasche sinkt der Teufel nach unten. Lässt man die Flasche wieder los, schwimmt er wieder nach oben.  Dieses Experiment funktioniert ganz ohne Magnetkraft, sondern nur durch das Zusammendrücken der Luftblase im Strohhalmröhrchen. Drückt das Wasser die Luftblase zusammen, wird die Blase und damit auch der Auftrieb kleiner. Der Flaschenteufel sinkt an den Boden der Flasche. Und sollte das Röhrchen doch einmal unten in der Flasche liegenbleiben, weil der Strohhalm voller Wasser gelaufen ist, sind Kinder erfinderisch genug, es mit den langen Stabmagneten wieder heraus zu angeln.

 

Dieses freie Forschen gehört zu einem der Grundprinzipien der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, bei dem es in erster Linie darum geht, die natürliche Neugierde der Kinder zu erhalten und zu fördern, sodass sie  auch im späteren Leben entdecken, ausprobieren und erfinden wollen. So versuchten die Kinder im letzten Teil des Vormittags aus einem Blumentopf, einem Filmdöschen und einem Gummihandschuh eine „magische Pflanze“ wachsen zu lassen. Die geheime Zutat sind hier Brausetabletten, die sich beim Gießen der Pflanze im Filmdöschen auflösen und mit dem entweichenden Sprudelgas den Handschuh  aufblähen. Im Miscanthus- Labyrinth wurden die Pflanzen dann gegossen und versteckt, doch so richtig wachsen wollten sie nicht.

 

Aber Forschen heißt auch, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn etwas einmal nicht funktioniert. Und im Labyrinth verstecken zu spielen, macht immer Spaß!

 

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