„Green Day“ 2015: Jugendliche aus Wipperfürth besuchen :metabolon

„Green Day“ 2015: Jugendliche aus Wipperfürth besuchen :metabolon

Die 16 Schülerinnen und Schüler des MINT Kurses der Jahrgangsstufe 10 an der Konrad-Adenauer- Hauptschule Wipperfürth nutzten den diesjährigen Green Day zu einem Besuch im Bergischen Energiekompetenzzentrum und am Lernort :metabolon.

 

Bereits zum 4. Male beteiligt sich der Bergische Abfallwirtschaftsverband am deutschlandweiten „Green Day“, zur Vorstellung von „Grünen Berufen“, der vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird.

 

Am 13. November 2015 ging es für die 16- Jährigen um das Thema „umweltfreundliches Heizen“.  Dazu schauten sie sich zunächst die verschiedenen Heizungen im Bergischen Energiekompetenzzentrum an und sammelten Ideen dazu, wie man ein Haus warm bekommt. Im Unterricht hatten sie zuvor schon über Hausdämmung gesprochen, nun ging es um unterschiedliches Brennmaterial für die Heizung: Holzhackschnitzel, Scheitholz oder Holzpellets aber auch Miscanthus-Stroh wurden in Ihrer Beschaffenheit verglichen. Zu jedem Brennstoff sollten die Jugendlichen dann die passende Heizung finden, denn jede Heizung muss an die Beschaffenheit des Brennstoffes angepasst werden. Da der Ascheschmelzpunkt von Miscanthus beispielsweise besonders niedrig liegt, muss die Schlackebildung mit einem sich bewegenden Rost verhindert werden. Für Pellets braucht man ebenfalls ein geeignetes Rost mit sehr kleinen Löchern, damit die Pellets nicht durchfallen. Solche Heizungen müssen entwickelt und gebaut werden, woran viele Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen beteiligt sind.

 

Anschließend ging es raus zum Miscanthus Labyrinth, um diesen Brennstoff mit Holz zu vergleichen. Das Miscanthus- Stroh brennt zwar gut, verbrennt jedoch schneller als Holz. Aufgrund der sehr effektiven Photosynthese wachsen Miscanthus Pflanzen besonders schnell und können in wenigen Monaten bis zu 4 Meter hoch werden. Nach der Ernte im Februar/ März könnten die Miscanthus Pflanzen verbrannt werden. Wird Miscanthus bereits im Herbst im grünen Zustand geerntet, eignen sich die Stängel und Blätter auch zur Vergärung. Eine dauerhafte Nutzung zur Biogasproduktion kommt jedoch nicht in Betracht, da die Pflanzen das Chlorophyll aus den Blättern im Winter wieder in die Rhizome einlagern müssen, um im nächsten Jahr wieder effektiv wachsen zu können.

 

Im 2. Teil des Besuches verglichen die Schülerinnen und Schülern dann den Vorgang der Verbrennung mit der Vergärung. Neben verschiedenen Energiepflanzen lässt sich dazu auch Gülle/ Mist oder Bioabfall nutzen. Um den Vorgang der Biogasproduktion durch Vergärung besser verstehen zu können, besichtigte die Gruppe die Vergärungs- und Kompostierungsanlage und hatte dort Gelegenheit die Mitarbeiter in Ihrem täglichen Arbeitsumfeld zu erleben. Sie erfuhren, dass auch die Abwärme der Blockheizkraftwerke zum Heizen genutzt werden kann.

 

Insgesamt wurde klar, dass es beim Thema „umweltfreundliches Heizen“ viele Ansatzpunkte für „Grüne Berufe“ gibt.

 

 

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