Fukushima zu Besuch auf dem winterlichen Standort :metabolon

Fukushima zu Besuch auf dem winterlichen Standort :metabolon

Gemeinsam mit Firmen aus der japanischen Energiewirtschaft besucht die Präfektur Fukushima die Messe E-World 2016 in Essen und ist sogar mit einem Stand in den Messehallen vertreten. Auf der Suche nach Kontakten zu deutschen Partnern aus der Energiewirtschaft, besucht die Delegation im Rahmen einer Exkursion, die durch Verena Falb von der EnergieAgentur NRW, Abteilung Internationale Beziehungen / Außenwirtschaft, organisiert wird, den im oberbergischen  Lindlar verorteten Projektstandort :metabolon.

 

:metabolon, ein Projekt, welches im Rahmen der Regionale 2010 die Umnutzung des Entsorgungszentrum Leppe zu einem Innovations-, Kompetenz und Lehrstandort zum Ziel hatte, gilt als Beispielhaftes Projekt im Land Nordrhein-Westfalen und konzentriert sich insbesondere auf einen ressourcenschonenden und verantwortungsvollen Umgang mit endlichen Ressourcen und der Energieeffizienz. Zu den Themen wird am Projektstandort geforscht, mit den Akteuren aus der Region werden gemeinsame Projekte initiiert und insbesondere die Sensibilisierung und der Wissenstransfer an eine möglichst breite Bevölkerung  stehen im Fokus der Tätigkeiten auf :metabolon. Aufgrund der gebündelten Kompetenz, rückt der Standort auch auf internationaler Ebene in immer größeres Interesse und wird von zahlreichen internationalen Delegationen besucht, um über gemeinsame Ansätze nachzudenken und sich über die Umsetzung solcher Projekte zu informieren.

 

Am 19. Februar besuchten die 19 Delegationsteilnehmer den Innovationsstandort, begrüßt wurde die Gruppe durch Landrat Jochen Hagt, der den Gruppenteilnehmern einen ersten Überblick über die Region und die Verknüpfung mit dem Projekt :metabolon gab. „Mit :metabolon wurde der ehemals umweltbelastende Standort in ein Technologiezentrum umgewandelt, während vormals durch die Deponie eher eine Belastung der Bevölkerung stattgefunden hat, ist der Standort heute ein Aushängeschild für die ganze Region“, so Landrat Jochen Hagt.

 

Im Anschluss an den Besuch des Landrates wurden der Standort und dessen Hintergründe der Gruppe durch Frau Dr. Kaja Rehbein (Holzcluster und Bioenergiemanagement Bergisches Land) im Rahmen eines Vortrages vorgestellt. Weiterhin wurde die Gruppe von Herrn Prof. Michael Bongards (Technische Hochschule Köln, Campus Gummersbach), der Leiter der Forschungsgemeinschaft :metabolon ist, mit folgenden Worten begrüßt: „Ich war zweimal in Japan und habe mich dort sehr wohl gefühlt, daher würde ich gerne zukünftig auch mit Partnern aus Fukushima zusammenarbeiten“.  Die Forschungsgemeinschaft arbeitet intensiv im Bereich der energetischen Nutzung von Reststoffen, die im Alltag anfallen, das beinhaltet Reststoffe aus der Abfallwirtschaft, der Landwirtschaft, z.B. Gülle, Resthölzer aus der Forst- und Holzwirtschaft, aber auch aus der Wasserwirtschaft, wie zum Beispiel Klärschlämme. An verschiedenen Technikumsanlagen, die die Übertragung der Methoden und Ergebnisse in die Praxis vereinfachen, wird an der möglichst optimalen energetischen Nutzung und Verstoffwechselung der anfallenden Reststoffe gearbeitet. Hier sehen die Teilnehmer der Delegation, die besonderes Interesse im Bereich der Erneuerbaren Energien haben, Schnittmengen und Anknüpfungspunkte für gemeinsame Ansätze.

 

Zum Abschluss des Besuches erfolgte die Besichtigung des Standortes und der Forschungsanlagen bei  leichtem Schneefall. Begeistert zeigten sich die Teilnehmer über die Umsetzung und die Vielfalt des Standortes – für jedes Alter und viele verschiedenen Interessengruppen wurde Angebote kreiert. Im Anschluss an den Termin traten die Delegationsteilnehmer wieder die Rückreise nach Fukushima an.

 

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