Veranstaltung „Ressourcen und Energieeffizienz in Unternehmen der Kreislaufwirtschaft“ des WFZruhr e.V.

Veranstaltung „Ressourcen und Energieeffizienz in Unternehmen der Kreislaufwirtschaft“ des WFZruhr e.V.

Am Dienstag, den 28. Juni 2016, fand im Bergischen Energiekompetenzzentrum auf :metabolon eine Veranstaltung des WFZruhr e.V. zum Thema „Ressourcen und Energieeffizienz in Unternehmen der Kreislaufwirtschaft“ statt.

 

Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmer über das Gelände des Projektstandortes :metabolon geführt und bekamen einen Eindruck von der Wandlung des Standortes von einer Deponie hin zu einem Lern- und Innovationsstandort für Stoffumwandlung und standortbezogene Umwelttechnologie und –techniken. Gemeinsam mit der AVEA GmbH & Co. KG erhielten die 30 Teilnehmer weitere Informationen zu den aktiven Anlagen und Tagesgeschäft des Entsorgungszentrum Leppe.

 

Im Anschluss an die Führung folgte der Vortrag „Effizienzoffensive im Netzwerk: Virtuelles Institut Kreislaufwirtschaft und Ressourcenmanagement“ von Monika Lichtinghagen-Wirths (Geschäftsführerin Bergisches Abfallwirtschaftsverband), in welchem sie unter anderem auch auf die Forschungsgemeinschaft von :metabolon mit der Technischen Hochschule Köln einging. Da Abfälle immer mehr an Bedeutung als Sekundarrohstoffen gewännen, sei die Forschung in diesem Bereich von zentraler Bedeutung. Das Metathema von :metabolon sei jedoch der Wissenstransfer, so wird am 17. Juni 2017 das sog. „Schülerlabor“ eröffnet, im Rahmen dessen Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Experimente und Forschungsaufgaben im MINT-Bereich angeboten werden. Das Schülerlabor soll Brücken schaffen zwischen den Bereichen Ausbildung und Beruf und eine Berufsorientierung in den MINT-Bereichen darstellen. Ebenfalls wurde das „virtuelle Institut“ vorgestellt; welches Vorschläge für Förderprogramme erarbeiten und an das NRW Land weitergeben soll. Ziel sei es, Förderprogramme so zu gestalten, dass sie an die Bedürfnisse der Antragsteller angepasst sind und keine Doppelstrukturen entstehen.

 

Unter dem Titel „Ressourceneffizienz im Tagesgeschäft“ folgte sodann ein Vortrag von Dr. Nicole Freiberger (Ressourceneffizienz-Beratung Effizienz-Agentur NRW, Duisburg). Ziel sei es, Potentiale zu erkennen und die Effizienz in Unternehmen zu steigern. Die Ressourceneffizienz beziehe sich dabei auf die gesamte Wertschöpfungskette, vom Einkauf des Materials bis hin zur Logistik. Durchschnittlich sei es möglich 50.000€ jährlich durch Effizienzmaßnahmen einzusparen. Die Effizienz-Agentur NRW biete Ressourceneffizienzberatungen für Unternehmen an, und begleite die Veränderungsprozesse im jeweiligen Unternehmen von der Beratung bis zur Förderung.

 

Die „Einsparpotenziale von Unternehmen im Bereich der Energie - Beispiele aus der Praxis“ präsentierte Prof. Dr. Stefan Gäth (ECOWIN GmbH & KompetenzNetz UmweltTechnologie KNUT, Wettenberg). In dem Vortrag wurde unter anderem KNUT, der KompetenzNetz Umwelttechnologie e.V. vorgestellt. Ziele von KNUT seien die Steigerung der Produktionseffizienz, die Verbindung von Umwelt- und Ressourcenschutz mit unternehmerischer Wertschöpfung, der produktionsintegrierte Umweltschutz, sowie die Mobilisierung ungenutzter Potenziale im Unternehmen.

 

In dem Vortrag „EnergyPlatform von Bosch: mit Transparenz zur Energie- und Ressourceneffizienz“ von Daniel Sinorkyan (Leiter Produktmanagement Energieplattform) wurde die Energieeffizienz bei Bosch vorgestellt.

 

Schließlich folgte der Vortrag zum Thema „Mit effizienter Beleuchtung zu mehr Betriebsergebnis“ von Christian Löffler (Geschäftsführer INNOBLICK GmbH & Co. KG, Kornwestheim). Dieser führte aus, dass die Strompreise seit 2001 um 83% gestiegen seien und die Einsparpotentiale bei einer Modernisierung der Beleuchtung je nach Betriebsgröße zwischen 10-70% liegen würden. Wichtig sei vor allem eine gute Beratung, da die Leuchtmittel sehr unterschiedliche Preise und Qualitäten aufweisen würden und vermeintlich gut gemeinte Investitionen z.B. durch kürzer als geplante Lebenszeiten der Leuchtmittel nicht das erhoffe Einsparpotential mitbringen.

 

Anschließend folgte eine rege Diskussionsrunde mit erfolgreichem Austausch und Networking.

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