Treffen des Kommunalen Arbeitskreises Klima und Energie auf :metabolon

Treffen des Kommunalen Arbeitskreises Klima und Energie auf :metabolon

Am Dienstag, den 28. Juni 2016, fand im Bergischen Energiekompetenzzentrum auf :metabolon ein Treffen des Kommunalen Arbeitskreises Klima und Energie des Oberbergischen Kreises, des Rheinisch-Bergischen Kreises, des Rhein-Sieg-Kreises, des Rhein-Kreis-Neuss, des Rhein-Erft-Kreises und der Stadt Leverkusen statt.

 

Aktiver Klimaschutz liegt im Interesse der Region und die Aktivitäten im Bereich Klimaschutz, Energie und Effizienz bündeln sich im Bergischen Energiekompetenzzentrum am Projektstandort :metabolon. Durch die Mitgliedschaft im Bergischen Energiekompetenzzentrum profitieren insgesamt 59 Kommunen von den Angeboten und Aktivitäten des Projektstandortes. Gemeinsam mit dem Bioenergiemanagement Bergisches Land, welches ebenfalls auf :metabolon verortet ist und dem Bergischen Energiekompetenzzentrum wurde der kommunale Arbeitskreis Klima und Energie auf :metabolon initiiert. Beim kommunalen Arbeitskreis Klima und Energie kommen die Klimaschutzmanager und -beauftragten der Kommunen und Kreise sowie die regionalen Energieversorger und Energieberater zusammen und tauschen sich viermal im Jahr zu aktuellen Projekten aus der Region aus. Beim kommunalen Austausch werden zum einen Ideen in andere Kommunen übertragen, zum anderen werden aber auch gemeinsame Projekte initiiert. Weiterhin dienen die Treffen der Information der Klimaschutzbeauftragten zu aktuellen Themen wie beispielsweise zum Stand der Technik im Bereich der Energiespeicher oder Fördermöglichkeiten für kommunale Projekte zur CO2-Einsparung.

 

Zu Beginn der Veranstaltung fand eine kurze Runde zur Darstellung der einzelnen Probleme, Maßnahmen und Projekte der einzelnen Kommunen statt. Vorgestellt wurde unter anderem das Projekt der Regetherm GmbH zur energetischen Nutzung von Kakaoschalen in Afrika. Angesprochen wurde auch die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der Abgaswerte in der Stadt Leverkusen. Vor allem die Sparte „Verkehr“ mache einen großen Teil der CO2-Emissionen aus, eingreifende Maßnahmen z.B. in Form von Geschwindigkeitsbegrenzungen, welche die Autobahn beträfen, seien in Nordrhein-Westfalen jedoch problematisch und nur schwer umzusetzen. Die Eröffnung des Schülerlabors MINT-LAB am 17. Juni 2017 auf :metabolon war ebenfalls Thema der Veranstaltung. Das Schülerlabor schafft Angebote und Forschungsmöglichkeiten im MINT-Bereich für Schülerinnen und Schülern in der Berufsorientierung und bildet ein Brücke zwischen Schule, Ausbildung und Studium.

 

Im Anschluss daran stellte Armin Sopp der Firma Ettenberger – Biotech in seiner Präsentation „Energie aus Holzgas“ ein innovatives Biomassevergasungsverfahren mittels Imbert-Großraum-Generator Anlage vor. Besonderes Merkmal des Verfahrens sei, dass nur 0,3 % der eingesetzten Stoffe zurückblieben, die Reststoffmenge sei somit minimal. Verwendet werden Holzhackschnitzeln aus Resthölzern und Kurzumtriebshölzern, wobei die Nutzung der regionalen Wertschöpfungskette im Vordergrund stünde. Eingesetzt werden könne das Verfahren im Bereich der Nah- und Fernwärme.

 

Dr. Dirk Schulz (Klimaschutzmanager Gemeinde Lindlar) stellte in seinem Beitrag das Projekt „Ein Bürgerauto für Linde - Elektro-CarSharing auf dem Lande“ vor. Der Startschuss zum E-Bürgerauto für Lindlar-Linde erfolgte am Sonntag, den 5. Juni 2016. Unterstützer des Projektes ist das Bergische Energiekompetenzzentrum sowie die Unternehmensberatung Bluberries. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die TH Köln, wobei insbesondere das Mobilitätsverhalten der Einwohner von Bedeutung ist. Das Projekt richtet sich an sog. „Kirchdörfer“ mit geringer Einwohnerzahl, in denen es keine Einkaufsmöglichkeiten gibt und ist bei erfolgreichem Ausgang bundesweit auf ähnliche Regionen direkt übertragbar.

 

Angesprochen wurde schließlich auch die Ausrüstung des Rathauses in Lindlar mit einer Anlage zur automatischen Steuerung der Jalousien zur Einsparung von Energie. Mittels Thermografiekamera werden Effizienz und Nutzen dieser Maßnahme überprüft. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes mit dem Titel „Passive Klimatisierung von Gebäuden durch Winterschaltung für Aussenjalousien“ erfolgt durch Prof. Dr. Bongards von der Technischen Hochschule Köln. Sobald die Daten der ersten Heizperiode vorhanden seien, sollen diese im Rahmen einer Bachelorarbeit auswerten werden.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung gab es noch Gelegenheit zu persönlichem Austausch und weiterführenden Gesprächen.

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