Veranstaltung der Verbraucherzentrale NRW zum Thema „Innovative Heizungstechnik“ auf :metabolon

Veranstaltung der Verbraucherzentrale NRW zum Thema „Innovative Heizungstechnik“ auf :metabolon

Am Donnerstag, den 07. Juli 2016 fand die erste Veranstaltung der Verbraucherzentrale NRW im Bergischen Energiekompetenzzentrum auf :metabolon statt.

 

Als neues Kooperationsmitglied des Trägervereins des Bergischen Energiekompetenzzentrums ist nun auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Oberbergischen Kreis vertreten.

 

22 Energieberaterinnen und Energieberater der Verbraucherzentrale NRW trafen zu Beginn der Veranstaltung erstmalig auf dem Projektstandort :metabolon ein.  Einführend wurden Sie von Herrn Dipl.-Ing. Florian Bublies, Gebietsleitung Energieberatung im Rheinisch-Bergischen Kreis und Frau Christina Wirths, :metabolon, begrüßt. Eröffnet wurde die dreistündige Vortragsreihe von Herrn Dirk Seeger, Buderus Deutschland, zu dem Thema „Moderne Heizungssysteme im Einklang mit der EnEV 2016“. Die neue Einsparverordnung 2016 (EnEV 2016) wurde hier mit allen Neuerungen erläutert und die damit verbundene Problematik aufgenommen; die  diversen Varianten wachsen und die Anforderungen steigen.

 

Eine Trefferliste von Google zum Thema Heizung sowie ein Logikrätsel dienten anfangs als Auflockerung der Veranstaltung und ermunterte die Teilnehmer zu kritischen Wortmeldungen. Als Einstieg in die Heizungstechnik präsentierte Dirk Seeger einen Rückblick auf das Jahr 2015, mit den Einbauten aller neuen Wärmeeinheiten im gesamten Markt. Mit 68% waren hier die Gasheizkessel führend, dicht gefolgt von Solaranlagen mit 9%, Wärmepumpen und Öl-Heizkesseln mit 9% und Biomassekesseln mit lediglich 2%. Mit Praxisbeispielen wurden die EneV-Kennzahlen  anhand der energetischen Gebäudeanforderungen analysiert und die Faktoren wie der Heizwärmebedarf sowie der Primärenergiebedarf im Haushalt betrachtet. Die wirtschaftlichen Faktoren der Primärenergiefaktoren wurden zu allen Heizvarianten diskutiert.  Hierauf aufbauend wurden verschiedene Anforderungsprofile nach der neuen EnEV 2016 mit Blick auf KfW-Effizienzhaus 55 veranschaulicht – einerseits mit Hinblick auf den Neubau eines freistehenden, nicht unterkellerten Einfamilienhauses mit Satteldach, andererseits mit Hinblick auf den Neubau eines freistehendes Mehrfamilienhauses mit acht Parteien und Flachdach. Die verschiedenen Heizungsmethoden wurden von Dirk Seeger in allen Möglichkeiten vorgestellt, von einer kombinierten Wärmepumpe mit Lüftungsanlage, einem Gasheizkessel mit Warmwassertherme bis hin zu einem Pelletkessel mit Lüftungsanlage. Letztere Kombination entspricht den Anforderungen der neuen EnEV 2016 mit Ziel eines KfW-Effizienzhaus 55. Als innovativ, und mit Start der neuen EnEV 2016, gelten Lüftungssysteme, als unerlässlich für den Status eines KfW- Effizienzhaus im Bereich des energetischen Bauen und Sanieren.

 

Abschließend wurden die Buderusprodukte der Bosch Thermotechnik GmbH einzeln vorgestellt  und die durchlebte Innovation der Heizungsbranche deutlich. Mit dem neuesten, noch in der Entwicklung befindenden Produkt Logatherm WSW / WLW entsteht eine Gaswärmepumpe für Jedermann. Mit dem Effizienzvergleich zwischen Gaswärmepumpe und Brennwert wurde die Effizienzsteigerung durch die Gaswärmepumpe deutlich.

 

Im zweiten Vortrag ging es um die Komfortlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung der Heinemann GmbH von Herrn Andre Dirks. Beginnend mit einer Auflistung der entstehenden CO2-Entwicklung und der täglichen Ausstöße in einem Haushalt wurden die Kennzahlen im Bereich der Lüftungstechnik deutlich. Mit dem Inkrafttreten der EnEV 2016 werden Lüftungssysteme als unersetzlich, da ein Mindestluftwechsel in Wohngebäuden sichergestellt sein muss. Zahlreiche Prozessergebnisse aus diesem Bereich zeigten, dass das regelmäßige Lüften der Wohnung bei durchschnittlichen Arbeitnehmern nicht gewährleistet sein kann und somit der Mieter für den regelmäßigen Luftaustausch zuständig ist.

 

Norbert Berghoff von der Schauerte GmbH referierte über den hydraulischen Abgleich in der Heizungstechnik. Durch innovative Messgeräte und eigens entwickelte Produkte können Bestandsanlagen und auch Neuanlagen ausgerüstet werden. Ein hydraulischer Abgleich ist nach fünf Verfahrenspunkten im Bestand durchzuführen und zu berechnen. Der hydraulische Abgleich ist nicht in der EneV vorgeschrieben, wird jedoch in den Fördermittelrichtlinien der Bafa und der KfW verlangt.           

 

Abschließend an die Vortragsreihe wurde die 22- köpfige Gruppe über den Projektstandort :metabolon geführt und bekamen einen ersten Eindruck von der Wandlung des Standortes von einer Deponie hin zu einem Lern- und Innovationsstandort für Stoffumwandlung und standortbezogene Umwelttechnologien. Beginnend bei der Forschungshalle der TH Köln, die Recyclingachse hinauf bis hin zur Aussichtplattform konnten die Teilnehmer das Gelände erkunden und mit der Doppelrutsche den Rückweg verkürzen.

 

Fazit: Für die Energieberater der Verbraucherzentrale NRW war es ein rundum gelungener Fortbildungstag auf dem Projektstandort :metabolon.

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