Krumme Gurken, zweibeinige Möhren und Herzkartoffeln – Echte Kunstwerke der Natur

Krumme Gurken, zweibeinige Möhren und Herzkartoffeln – Echte Kunstwerke der Natur

Am Mittwoch, den 10. August 2016 fand die dritte von insgesamt vier Sommerferienaktionen am außerschulischen Lernort :metabolon statt.

 

Wenn Obst und Gemüse ganz ohne chemische Pflanzenschutzmittel angebaut wird, kann es schon mal vorkommen, dass die Karotte etwas krumm daherkommt oder die Kartoffel ein wenig verformt ist. Das sind keine Fehler, sondern Wunder des natürlichen Wachstums. Dennoch landen solche Erzeugnisse nicht selten im Bioabfall oder werden deutlich unter ihrem Wert in die industrielle Weiterverarbeitung gegeben.

 

Aber nicht nur die strengen Lebensmittelnormen tragen zum Problem der stetig wachsenden Lebensmittelverschwendung bei. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum, welches von vielen Verbrauchern viel mehr als Verfallsdatum gesehen wird, sowie die falsche Lagerung oder das Einkaufen von zu großen Mengen an Lebensmitteln, können Ursachen für das Verschwenden von Lebensmitteln sein.

 

Worauf muss ich also achten wenn ich im Alltag bewusst mit Lebensmitteln umgehen möchte und welche Auswirkungen hat die Lebensmittelverschwendung eigentlich auf unsere Umwelt? Diesen Fragen sind die 13 kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen ihrer Ferienaktion einmal näher auf den Grund gegangen.

 

Zum Einstieg in die Thematik wurde ein kleines Pantomime-Spiel gespielt. Anhand eines vorgegebenen Fallbeispiels, spielten drei Kinder der restlichen Gruppe eine typische Situation vor, in der Lebensmittel häufig verschwendet werden. Schnell hatten die ersten Kinder die Situation richtig erkannt und konnten sogar schon erste Verbesserungsvorschläge zur Minderung der Lebensmittelverschwendung nennen.

So wussten einige Kinder beispielweise aus eigener Erfahrung zu berichten, dass die Augen schon mal größer als der Magen sein können und man beim Einkaufen oder Lesen einer Speisekarte im Restaurant solch einen Appetit bekommen kann, dass man kurzerhand viel zu viel im Einkaufskorb liegen, bzw. bestellt hat. Aber für solche Fälle hatten die kleinen Lebensmittelexperten natürlich auch gleich ein paar Tipps parat.

 

Anschließend wurden den Kindern eine Reihe von Obst und Gemüsesorten mit kleinen „Schönheitsfehlern“ sowie deren „fehlerfreie“ Artgenossen präsentiert. Die Mehrheit der Kinder war von den kleinen Kunstwerken der Natur so begeistert, dass sie sich ausnahmslos wünschten solche Obst und Gemüsesorten häufiger in Supermärkten vorzufinden. „Guck mal wie lustig, die Möhre hat zwei Beine!“ und „Oh wie schön eine Herzkartoffel!“ hörte man die Kinder jubeln. Spätestens aber nach einem Geschmackstest war klar: Ob krumm, ob grade, ob fleckig oder nicht fleckig, die kleinen „Schönheitsfehler“ haben keinerlei Einfluss auf den Geschmack des Obst und Gemüses.

 

Weitergehend gab es noch ein paar Tipps zu einer gesunden Ernährung und die Lieblingsgerichte der Kinder wurden in den einzelnen Etagen der „Ernährungspyramide“ lokalisiert.

 

Zum Abschluss der Ferienaktion hatte jedes Kind die Möglichkeit, sich an einem reich gedeckten Buffettisch seinen persönlichen Lieblingsobstsalat aus besonders reifem Obst zusammen zustellen. Hier staunte manches Kind nicht schlecht wie lecker reifes Obst sein kann und dass sogar das innere einer tiefbraunen Banane super lecker und vor allem schön süßlich schmeckt.

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