Holzcluster Bergisches Land – Baumpflanzaktionen in Oberberg und Rhein-Berg

Holzcluster Bergisches Land –  Baumpflanzaktionen in Oberberg und Rhein-Berg

Gemeinsam mit dem Regionalforstamt Bergisches Land und den Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg, wurden am Mittwoch, den 02. November 2016 und am Donnerstag, den 03. November 2016 Baumpflanzaktionen in der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Frielingsdorf und der GGS an der Strunde durchgeführt.

 

Der schöne, bunte Herbst ist die beste Pflanzzeit für winterharte Pflanzen und Gehölze. Die feinen Wurzelhaare, die für die Wasser- und Nährstoffaufnahme wichtig sind, wachsen in den Wintermonaten, solange kein Frost im Boden ist, weiter und verankern die Pflanze am neuen Standort. Somit sind im Herbst gepflanzten Stauden, Sträucher und Bäume also im Frühling schon fest eingewurzelt und können den ersten Austrieb leicht versorgen.

 

Doch wie pflanzt man überhaupt so einen Baum und wie erkenne ich um welchen Baum es sich handelt? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben verschiedene Baumarten und was sind das eigentlich für lustige „Teilchen“, die in den Herbstmonaten neben den bunten Blättern von den Bäumen fliegen?

Diesen und vielen weiteren Fragen, sind die Drittklässler beider Schulen im Rahmen ihrer Baumpflanzaktion einmal näher auf den Grund gegangen.

 

Nach einer kurzen Vorstellungs- und Begrüßungsrunde, wurde zunächst einmal der Baum vorgestellt, der im Rahmen der Pflanzaktion gemeinsam gepflanzt werden sollte. Hierzu erhielten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Steckbrief sowie Fotos des Baumes.

 

Wie auch im vergangen Jahr, wurde bewusst der „Baum des Jahres“ für die Pflanzaktionen ausgewählt.

Den Begriff „Baum des Jahres“ konnten die Kinder zunächst nur schwer einordnen und ein mancher fragte sich, was das wohl bedeuten könnte. Geht da tatsächlich jemand durch den Wald, sucht sich einen möglichst schönen Baum heraus und kürt diesen dann zum „Baum des Jahres“? Die Vermutungen der Kinder gingen hier in die verschiedensten Richtungen.

Gekürt wird der „Baum des Jahres“ jedoch tatsächlich von der gleichnamigen Stiftung, der „Baum des Jahres Stiftung“. Ziel der Stiftung ist es, durch ihre Ausrufungen auf seltene Baumarten oder Probleme einer Baumart hinzuweisen sowie die Schönheit, den Wert und die positiven Wirkungen von Bäumen allgemein und die vielfältigen Funktionen der Baumarten bewusster zu machen.

 

In diesem Jahr wurde die „Winterlinde“ zum Baum des Jahres ausgerufen. Dementsprechend stand die Winterlinde also auch im Mittelpunkt der gesamten Baumpflanzaktion.

 

Anhand eines Lückentextes rund um die „Winterlinde“ als „Baum des Jahres 2016“ lernten die Kinder den Baum näher kennen und staunten nicht schlecht über ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten.

 

Im weiteren Verlauf wurde das Wissen der Kinder zu heimischen Baumarten auf die Probe gestellt. In vier Kleingruppen versuchten sich die Schülerinnen und Schüler an einem „Baummemory“ des Außerschulischen Lernortes :metabolon, bei dem fünf verschiedene Bäume zu den jeweils zugehörigen Rinden, Blättern, Samen und Früchten zugeordnet werden sollten.

Hier stellten sich einige Kinder als echte „Baumexperten“ heraus und konnten mit einer Leichtigkeit, alle Bilder richtig zuordnen.

 

Doch wo könnte man wohl besser etwas über Bäume lernen als draußen in der freien Natur?

 

Gemeinsam mit André Spans und Tobias Mika von den Biologischen Stationen Oberberg/ Rhein-Berg, machten sich die kleinen „Baumexperten“ auf die Suche nach bunten Blättern, Samen und Früchten und erkundeten ihren Schulhof auf eine ganz neue Art und Weise.

Anschließend wurden die gesammelten Früchte von einer Anhöhe aus, auf ihre Flugtauglichkeit getestet. Besonders die Früchte der Hainbuche und des Spitzahorns, beeindruckten hier durch eine kunstvolle Flugtechnik.

 

Kann man so ein Flugobjekt auch nachbauen? Das wollten die neugierigen Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen natürlich unbedingt herausfinden und konstruierten so mithilfe einer Bastelvorlage ihre eigenen kleinen „Propellerfrüchte“.

 

Außerdem gab es einen spannenden Stationenlauf, bei dem die heimischen Baumarten näher unter die Lupe genommen wurden.

Es wurden Blätter, Samen und Früchte mikroskopiert, verschiedene Materialien ertastet, ein „Natur-Tabu“ gespielt und verschiedene Baumarten zu ihren zugehörigen Blättern und Früchten zugeordnet.

 

Im Anschluss an die vielen spannenden und lustigen Lerneinheiten rund um die verschiedensten Baumarten, kam es dann endlich zum krönenden Abschluss. Dem Baumpflanzen.

Gemeinsam mit den beiden Försterinnen Elke Gregory und Mirjam Hoberg vom Regionalforstamt Bergisches Land, schaufelten die Kinder ein tiefes, breites Loch, um ihrem Baum ein bestmögliches neues zu Hause zu geben.

Nahezu jedes Kind konnte sich beim Baumpflanzen beteiligen und einen wichtigen Beitrag leisten.

So halfen einige Kinder beim Schaufeln, andere beim Angießen und wieder andere beim Schutzzaun setzen.

 

Die Kinder hatten viel Freude an den einzelnen Lerneinheiten und sind sehr gespannt, ihren Baum im kommenden Schuljahr heranwachsen zu sehen.

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