Wärmebilder helfen bei der Diagnose - Thermografieaktion starten im Rheinisch-Bergischen Kreis

Wärmebilder helfen bei der Diagnose - Thermografieaktion starten im Rheinisch-Bergischen Kreis

Bergisch Gladbach, 15.12.16 Manche Schwachstellen ihrer Eigenheime können Eigentümer im Winter mit bloßem Auge erkennen. Am Dach zum Beispiel: Schmilzt Schnee darauf sofort oder trocknen manche Abschnitte nach einem Regen besonders schnell, fehlt eine gute Dämmung. Andere Problemstellen aber, an denen ebenfalls Heizungswärme verloren geht, müssen erst sichtbar gemacht werden.

 

In Partnerschaft mit der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land und dem Bergischen Energiekompetenzzentrum :metabolon bieten die Verbraucherzentrale NRW und der Rheinisch-Bergische Kreis von Dezember 2016 bis März 2017 ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot zum Thema “Außenthermografie für Wohngebäude“ an. Haus- und Wohnungsbesitzer im Rheinisch-Bergischen-Kreis erhalten dabei sogenannte Thermografien, also Wärmebilder und anschließend eine Energieberatung zur individuellen Erklärung der Ergebnisse.

 

„Wärmebilder haben für uns eine ähnliche Funktion wie Röntgenbilder in der Medizin“, erklärt Energieberater Florian Bublies. „Sie zeigen uns etwas, das dem bloßen Auge verborgen bleibt, nämlich die Temperaturen von Oberflächen.“ Eine weitere Gemeinsamkeit: Ohne das passende Know-how sind weder Röntgen- noch Wärmebilder zuverlässig zu deuten. Fachleute hingegen stellen mit ihrer Hilfe wichtige Diagnosen zu Knochenbrüchen oder Wärmebrücken. Auf Basis des Befunds entsteht schließlich ein individueller Therapieplan.

 

„Für das Eigenheim stellen wir einen Sanierungsfahrplan auf, der die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten des Haushalts einbezieht“, sagt Florian Bublies. Damit die Bilder als Beratungsgrundlage pünktlich vorliegen, macht zunächst ein Thermograf in einer kalten Nacht Außenaufnahmen des Gebäudes. Die Bewohnerinnen und Bewohner bekommen davon in der Regel gar nichts mit. Sind die Bilder fertig, folgt ein ausführlicher, 90- minütiger Vor-Ort-Termin zur Energieberatung. „Ich schaue mir die Wärmebilder vorher in Ruhe an und kann erste Schwachstellen so schon erkennen“, erklärt Bublies. Zusammen mit seinen Eindrücken vor Ort bilden die Thermografien eine solide Grundlage für individuelle Modernisierungstipps. Gleichzeitig machen die Bilder die Probleme anschaulich. „Es hilft vielen, wenn sie mit eigenen Augen sehen, wie zum Beispiel ihr ungedämmter Rollladenkasten auf dem Wärmebild knallrot leuchtet“, berichtet der Experte. „Das Thema Energieverluste wirkt dann weniger abstrakt „Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurde ermittelt, dass 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs im Rheinisch- Bergischen Kreis im Bereich der Wärme verursacht werden. Durch hilfreiche Angebote im Schulterschluss mit unseren Partnern möchten wir Klimaschutz vor Ort betreiben und den Schritt in Richtung energetische Sanierung der eigenen vier Wände erleichtern“, sagt Anne Hölzer, Leiterin des Amtes für Infrastruktur und regionale Projekte des Rheinisch-Bergischen Kreises.

 

Die Thermografie-Aktion findet im Rahmen des Projekts Energiewende der Verbraucherzentrale NRW statt und wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Gesamtpreis für Thermografien und Energieberatung liegt bei 190 Euro für Gebäude mit bis zu 12 Wohneinheiten.

 

Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermoaktion und telefonisch unter 02 11 / 33 996 555.

 

BIZ: v. l. Brigitte Becker / Leiterin VB Bergisch Gladbach, Christina Oetter / Bergisches Energie-Kompetenzzentrum, Anne Hölzer / Leiterin des Amtes für Infrastruktur und regionale Projekte des Rheinisch-Bergischen Kreises, Markus Otto / Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, Florian Bublies / Energieberater der VZ NRW, Anna Lena Kirchenbauer / VZ NRW, Simon Möser / Klimaschutzmanager des Rheinisch-Bergischen Kreises.

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