„Energetischen Schwachstellen auf der Spur“ - Informationsabend des Rheinisch-Bergischen Kreises in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, dem Bergischen Energiekompetenzzentrum :metabolon und der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen d

„Energetischen Schwachstellen auf der Spur“ - Informationsabend des Rheinisch-Bergischen Kreises in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, dem Bergischen Energiekompetenzzentrum :metabolon und der Verbraucherzentrale NRW im Rahmen d

25 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheinisch-Bergischen Raum wurden auf dem Informationsabend über energetische Optimierungspotenziale ihrer Wohngebäude aufgeklärt. Dazu lud am Mittwoch, den 1. Februar 2017 der Rheinisch-Bergische Kreis in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft, dem Bergischen Energiekompetenzzentrum :metabolon und der Verbraucherzentrale NRW ein.

 

67 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Haushalten entfallen im Schnitt auf das Heizen. Diese Tatsache unterstreicht die Relevanz einer Schwachstellenanalyse, die in der Regel mit der Gebäude-Thermografie eingeleitet wird. Zentraler Anlaufpunkt für Interessenten ist in diesem Zusammenhang die Verbraucherzentrale NRW, die mit Ihren Kooperationspartnern subventionierte Thermografieaktionen mit anschließender Fachberatung durchführen. Ein Kooperationspartner ist die Firma Delta GmbH, von der Herr Pohlhaus über die praktische Durchführung einer Thermografieaktion referierte.

 

Im Anschluss stellte Herr Decker von der EnergieAgentur.NRW die Techniken und Möglichkeiten einer Gebäudesanierung dar. Entscheidend sei dabei, eine Gesamtbetrachtung von qualifizierten Fachberatern durchführen zu lassen und dabei sowohl Anlagentechnik, Wohnhausdämmung sowie das individuelle Nutzerverhalten in die energetische Optimierung einzubeziehen. Haupteinfluss- und zugleich Unsicherheitsfaktor für die Wahl der Heiztechnologie seien schwankende und nahezu unmöglich zu prognostizierende Preise konventioneller Brennstoffe.

 

Belebt wurde der Informationsabend insbesondere durch die Erfahrungsberichte von drei Innungs-Obermeistern der Kreishandwerkerschaft. Herr Reitz, Obermeister der Malerinnung, betonte, dass insbesondere bei Fassadensanierung auf qualifizierte Handwerksbetriebe zurückgegriffen werden müsse und man in dieser Hinsicht keinesfalls „an der falschen Stelle“ sparen dürfe.

 

Herr Laudenberg, Obermeister der Dachdeckerinnung, gab zu bedenken, dass das individuelle Nutzungsverhalten besonders entscheidend für den effizienten Umgang mit Energie sowie auch für Schimmelbildung sei. Er gab praktische Tipps zum Lüften und erläuterte Vor- und Nachteile verschiedener Dämmstoffmaterialien.

 

Herr Braun, Obermeister der Sanitärinnung, stellte klar, dass es hinsichtlich der Heizungsanlagentechnik nicht „die Optimallösung“ gebe, sondern individuell und sorgfältig geprüft werden müsse, um eine Entscheidung zu treffen. Heizen durch alternative Energiequellen, wie z. B. mit Wärmepumpen oder Holzpellets, sei je nach vorhandenen Rahmenbedingungen nur in bestimmten Anwendungsfällen vorteilhaft und sollte genau durchdacht werden. Insbesondere aufgrund der vor Ort vorhandenen Infrastrukturen sei in einem Großteil aller Fälle eine konventionelle Gasheizung die wirtschaftlichste Lösung.

 

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