EU bewilligt integriertes Projekt mit 17 Millionen Euro Etat zur Umsetzung von Klima- und Naturschutzmaßnahmen als Beitrag zur Erreichung deutscher Klimaziele.

EU bewilligt integriertes Projekt mit 17 Millionen Euro Etat zur Umsetzung von Klima- und Naturschutzmaßnahmen als Beitrag zur Erreichung deutscher Klimaziele.

Im Beisein von Regierungsvertretern aus Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen fällt am 30. März 2017 am Umwelt-Campus Birkenfeld der Startschuss für das EU-Projekt LIFE-IP ZENAPA. Gefördert wird das ambitionierte Vorhaben mit über 8 Millionen Euro aus dem Programm für Umwelt und Klimapolitik „LIFE", bestätigt der Vertreter der Europäischen Kommission, Bernd Decker.

 

Birkenfeld, den 30.03.2017

 

Im Rahmen des achtjährigen Projektes stellen sich elf Partner aus acht Bundesländern und dem Großherzogtum Luxemburg der Herausforderung, die Energiewende in Einklang mit den ver-schiedensten Anforderungen aus Klima-, Natur- und Artenschutz zu bringen, so der Projektleiter Prof. Dr. Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS).

 

Staatsekretär Dr. Thomas Griese vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium macht deutlich, dass Klimaschutz und Naturschutz untrennbar zusammen gehören. ZENAPA setze damit genau richtig an. In Rheinland-Pfalz sind inzwischen 73 Prozent der Bäume auch durch den Klimawan-del geschädigt und für viele gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist mit fortschreitender Erder-wärmung ein weiterer Rückgang zu erwarten. Griese begrüßt, dass durch die Beteiligung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, des Natur- und Geoparks Vulkaneifel, des Biosphärenreser-vats Pfälzerwald und der Verbandsgemeinde Rhaunen, viele Maßnahmen in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden, die helfen die Klima- und Naturschutzziele des Landes zu erreichen.

 

In Luxemburg konnte der neu gegründete Naturpark Müllerthal als Partner gewonnen werden. Umweltministerin Carole Dieschbourg erhofft sich durch das EU-Projekt wichtige Impulse zur nachhaltigen Entwicklung der Region des Naturparks, die sich aus zwölf Gemeinden zusammen-setzt. Die Ausweitung der Biomassenutzung, die Gründung einer regionalen Energiegesellschaft sowie die Bereitstellung eines Klimawandelmanagers sind nur einige Aspekte, die im Rahmen von ZENAPA gemeinsam mit den Bürgern im Müllerthal umgesetzt werden.

 

Das Saarland und Nordrhein-Westfalen sind jeweils mit einem Großschutzgebiet im Projektkon-sortium vertreten. Das saarländische UNESCO Biosphärenreservat Bliesgau steht, wie so viele Biosphärenreservate, vor der Aufgabe, bei der Umsetzung energetischer Maßnahmen in seinem Einzugsgebiet Aspekte des Arten- und Naturschutzes zu integrieren. Ein Klimaschutzmanager für den Bliesgau wurde bereits installiert, bestätigt der saarländische Umweltminister Reinhold Jost. Spannend an dem Modellprojekt ist aus seiner Sicht vor allem der Erfahrungsaustausch mit den nationalen und internationalen Partnern. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) dient als Umsetzungspartner für die Projektregion „Naturpark Bergisches Land".

 

Übereinstimmend stellen die Vertreter der Partnerregionen fest, dass ZENAPA durch seine Kom-plexität sowie die unterschiedlichen Partner und Handlungsfelder langfristig wichtige regionale Entwicklungsimpulse auslöst. Die Partner eint die Überzeugung, dass es im Projekt gelingen wird, Zielkonflikte von Klima-, Natur- und Artenschutz und die Anforderungen der Energiewende aufzulösen.

 

 

zurück

Standort

Bild vergrößern
19 | 12 | 2017
Die Forscher AG der städtischen Realschule Steinberg trifft sich zum vierten Mal auf :metabolon | mehr
15 | 12 | 2017
Das „Haus der kleinen Forscher“ – Mobil erneut zu Gast im Familienzentrum Müllenbach | mehr
12 | 12 | 2017
Die Forscher AG des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums Wiehl trifft sich zum dritten Mal auf :metabolon | mehr