Aktionstag auf :metabolon: „Erlebe dein blaues Wunder: Was hat Wasser mit Nachhaltigkeit zu tun?“

Aktionstag auf :metabolon: „Erlebe dein blaues Wunder: Was hat Wasser mit Nachhaltigkeit zu tun?“

Am Dienstag, den 30. Mai 2017 fand im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit der Technischen Hochschule Köln und des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes die Aktion „Erlebe dein blaues Wunder: Was hat Wasser mit Nachhaltigkeit zu tun?“ auf dem :metabolon-Gelände in Lindlar statt. Die Chemieklasse 8c der Freien Christlichen Bekenntnisschule Gummersbach nutzte die Chance mehr über Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Wasser sowie Chemie zu erfahren.

 

Die Erde wird gerne auch als der blaue Planet bezeichnet und dieser Name könnte kaum passender sein. Immerhin gut 2/3 der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, trotzdem ist Wasser eine der wertvollsten Ressourcen. Denn lediglich 0,3 % des  gesamten Wassers liegt als nutzbares Süßwasser zur Verfügung und ist dabei noch sehr ungleichmäßig über den Globus verteilt. Während wir in Deutschland kaum von Wassermangel betroffen sind, ist in vielen Regionen Wassermangel der Auslöser von Ernteausfällen und Verteilungskonflikten.

 

Doch nicht nur die verfügbare Menge an Wasser ist wichtig, ebenso bedeutend sind die Zustände der Gewässer. Noch vor 10-15 Jahren konnten an vielen Bächen und Flüssen in der Nähe großer Industriestandorte Schaumkronen auf der Wasseroberfläche beobachtet werden. Dass diese Zustände der Vergangenheit angehören, dafür sind verbesserte chemische und industrielle Fertigungsverfahren sowie verschärfte gesetzliche Vorgaben verantwortlich.

 

Chemie ist allgegenwärtig und ohne sie wäre unser Leben wie wir es kennen nicht denkbar, trotzdem nehmen wir in Zusammenhang mit der Chemie oft nur die negativen Auswirkungen war. Mit ihrem Vortrag zum Konzept der „Grünen Chemie“ gab Frau Prof. Astrid Rehorek einige Einblicke in die Nutzung natürlicher Substanzen in der chemischen Industrie. Biodiesel aus Rapsöl, Kunststoffe aus Maisstärke, Farben auf Leinölbasis oder Giftstoffe in Arzneimitteln, dies sind nur einige Beispiele der unglaublichen Vielfalt an Möglichkeiten, welche die Natur der chemischen Industrie bietet. Neben der Nutzung natürlicher Substanzen sind auch verbesserte Produktionsverfahren, wie z.B. CO2-Wäschen, dafür verantwortlich, dass nachhaltiger produziert wird, besonders auch im Hinblick auf Wasserverbrauch und Wasserverschmutzung. 122 Liter, so viel Wasser verbraucht der Durchschnittsdeutsche pro Tag. Allerdings verschweigt diese Zahl das gesamte Wasser, welches in der Produktion unserer Konsumgüter steckt. Dieses Wasser wird als virtuelles Wasser bezeichnet und liefert einen wesentlich besseren Ansatz um den Wasserverbrauch und den nachhaltigen Umgang mit Wasser zu betrachten. Rund die Hälfte des virtuellen Wassers unserer Konsumgüter stammt aus dem Ausland, vielfach aus Ländern mit Wassermangel. Wie lässt sich dies verhindern? Die 8c war sich einig, regional und saisonal einkaufen! Dass das dem Geschmack nicht schadet, konnte die Klasse bei einem Frühstück mit regionalen Produkten der Saison selbst herausfinden.

 

Wie am Standort :metabolon dafür gesorgt wird, dass aus Sickerwasser wieder nutzbares Wasser gewonnen wird, konnte die Klasse bei einer Besichtigung der Sickerwasseranlage erfahren. Bevor es anschließend mit dem Bus zurück in Richtung Schule ging, konnten die Schülerinnen und Schüler in einer Abschlussrunde nochmals die gesammelten Eindrücke wiedergeben und als kleines Andenken eine wiederverwendbare Getränkeflasche mit nach Hause nehmen.

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