Regionale BilRess- Konferenz in Gelsenkirchen

Regionale BilRess- Konferenz in Gelsenkirchen

Am Donnerstag, den 16.11.2017 fand erstmals die Regionale BilRess-Konferenz in Gelsenkirchen statt. Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen trafen sich Vertreterinnen- und Vertreter diverser Bildungsanbieter sowie ausgewiesene Ressourcenexpertinnen und –experten, um sich auszutauschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die Konferenz lag unter dem Motto: „Zukunftsbildung und Ressourcenschonung – was können Schulen beitragen“. Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen weltweit macht die effiziente Verwendung von Ressourcen dringend erforderlich. Somit muss ein neues Bewusstsein geschaffen werden, wie man mit knappen Rohstoffen umgehen soll. Deshalb ist es umso wichtiger, dass dieses Bewusstsein Eingang in den Schulalltag und Unterricht findet. Ermöglicht wurde diese Konferenz durch die Veranstalter aGEnda 21, Verbraucherzentrale NRW, und durch das BilRess Netzwerk. Das BilRess Netzwerk sorgt seit 2014 bundesweit dafür, dass sich Vertreter/-innen aller Bildungsbereiche mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammensetzen, um Erkenntnisse und Praxisbeispiele auszutauschen.

 

Die Konferenz startete zunächst mit der 35. Verleihung des Sonderpreises Umwelt des MULNV an die Teilnehmer/-innen des Landeswettbewerbs Jugend forscht.

 

Im Anschluss folgte die offizielle Begrüßung durch die Stadträtin der Stadt Gelsenkirchen Frau Annette Berg, Frau Petra Niesbach von der Verbraucherzentrale NRW, sowie Herrn Prof. Holger Rohn vom Institut für Zukunftsstudien  und Technologiebewertung. Herr Viktor Haase, Leiter der Abteilung VIII „Nachhaltigkeit, Klimawandel, Umweltwirtschaft, schickte noch seine Grußworte an die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Nachmittag begann mit zwei Vorträgen: Herr Werner Rybarski vom aGEnda21- Büro in Gelsenkirchen informierte die Teilnehmer/-innen über die Agenda 2030 und Ressourcenschulen. Frau Prof. Dr. Christa Liedtke, Leiterin der Forschungsgruppe „Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren“ am Wuppertal Institut, sprach über die „Vision einer ressourcenleichten Gesellschaft – wie kann sie gestaltet sein und was bedeutet dies für unser Alltagsleben?“

 

Anschließend startete der „gallery walk“, der es den Teilnehmer/-innen ermöglichte, weitere Angebote zur Unterstützung von Bildung für Ressourcenschutz kennen zu lernen. So präsentierte sich auch der Standort :metabolon und informierte über die Möglichkeiten am Außerschulischen Lernort sowie über das neue Schülerlabor, das MINT-Lab.  Das Hauptziel des MINT-Labs ist die Berufs- und Studienorientierung, mit dem Schwerpunkt der praktischen Heranführung junger Menschen an MINT-Fächer und sich in diesem Feld ergebenden Berufsperspektiven. Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich dabei an der Innovationsstrategie des Landes NRW, so dass die Bereiche Klimaschutz und Ressourceneffizienz, umweltfreundliche Mobilität sowie die sichere und effiziente Energieversorgung abgedeckt sind. Neben :metabolon präsentierten viele weitere Aussteller, wie z.B. das BilRess Netzwerk, die Verbraucherzentrale NRW oder die Natur- und Umweltschutzakademie NRW.

 

Am Nachmittag wurde es nochmal etwas praktischer, denn dann starteten die Workshops. 2 Stunden lang gab es die Möglichkeit, mehr über praktische Herangehensweisen zu erfahren und  wie das Thema Ressourcenschonung in ganz unterschiedlicher Art und Weise vermittelt wird. Die Verbraucherzentrale NRW präsentierte ihr Bildungsangebot in ihrer Werkstatt „Ressourcenschutz/Elektroschrott ist Gold wert“. An dem Beispiel von Elektronikprodukten, die von Jugendlichen genutzt werden, wird der Ressourcenschutz thematisiert. Es werden gezielt interaktive Methoden eingesetzt (z.B. Rollenspiele oder Digital Storytelling), um die Schüler/-innen für das Thema zu sensibilisieren.

 

Die Klima AG der Friedrich-v. Bodelschwingh Schule präsentierte ihre Arbeit in einem weiteren sehr interessanten Workshop. Die Klima AG verfolgt die Vision einer klimaneutralen Schule. Um diesem Ziel näher zu kommen, plant die AG immer wieder neue Aktionen und Projekte. So hat die Klima AG dafür gesorgt, dass ein Wertstofftrennungssystem an der Schule eingeführt wird und in allen Klassenräumen mehrere Wertstoffeimer vorhanden sind. Des Weiteren wird jährlich ein schulinterner Wettbewerb durchgeführt, der die sauberste und umweltfreundlichste Klasse prämiert. Im Rahmen der AG entwickelten sich aus kleinen Ideen auch große Projekte, wie z.B. die ecross germany, oder die Bielefelder Klimawoche.

 

Zum Abschluss der BilRess Konferenz präsentierten die Wertstoffprofis ihr Projekt. Dabei handelt es sich um ein Lerntheater für Klassen unterschiedlichen Alters, in dem das Thema Umwelterziehung und Wertstofftrennung auf spielerische Art und Weise vermittelt wird.

 

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