:aqualon - Wissenschaft

Ziel von :aqualon ist es, die Themenfelder in der Wasser- und Regionalentwicklung als bedeutende Kompetenzbereiche aufzugreifen, weiter zu entwickeln, in nachvollziehbarer Form darzustellen und erlebbar zu machen.
Mit der Zielsetzung von :aqualon will das Projekt neue Strukturen, Ansätze, Methoden und Werkzeuge einer guten Regionalentwicklung aufzeigen. Dabei sollte deutlich werden, dass eine effiziente und nachhaltige Wasserwirtschaft die Basis für eine gute Regionalentwicklung (Regionales Wassermanagement) ist. Wasserwirtschaftliche Problemlösungen sind dann effizient und nachhaltig, wenn sie dem regionalen Gegebenheiten entsprechend in Flussgebieten bearbeitet werden. Entsprechend wird das Einzugsgebiet der Dhünn, im Einzugsgebiet der Wupper gelegen, mit :aqualon zum Modellraum definiert. Nichtsdestotrotz müssen sich die Themen und Lösungsansätze der Wissenschaftsäule an überregionalen Themen und Lösungsansätzen orientieren.

Welchen Anteil hat dabei die Säule Wissenschaft zu leisten?

  1. Wissenschaftliche Begleitung der Ziele von :aqualon durch die Entwicklung eines wissenschaftlichen Netzwerks, welches Themen- und Forschungsfelder inhaltlich entwickelt
  2. Sachliche (und finanzielle?) Unterstützung der Mitglieder bei der Durchführung von Bachelor- und Masterarbeiten, Promotionen, Forschungsvorhaben (Finanzierung? Themenangebote?)
  3. Unterstützung der Wissenschaftler bei der Vermittlung und Umsetzung der Ergebnisse in Maßnahmen (Ergebnisverwertung!)
  4. Unterstützung der aktiven Mitglieder bei der Generierung finanzieller Unterstützungen zur Durchführung von Bachelor- und Masterarbeiten, Promotionen, Forschungsvorhaben
  5. Verbreitung der Erkenntnisse und des Modells „:aqualon - Regionales Wassermanagement“ in Politik und (Fach-) Gesellschaft durch Vorträge, Publikationen, Symposien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wie setzt die Säule :aqualon- Wissenschaft die Ziele und Inhalte von :aqualon um?

Insbesondere die Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus den verschiedenen Disziplinen, die an den Zielen von :aqualon mitwirken wollen, bilden ein Netzwerk. Zentrale Koordinierungsstelle des Netzwerkes sind die für die Säule Wissenschaft zuständigen Vorstände (Herr Dr. Scharf, Prof. Wille).
Zur Einbindung der Mitglieder in die Themenentwicklung und Umsetzung der wissenschaftlichen Arbeiten treffen sich die im Netzwerk Mitwirkenden mindestens einmal im Jahr. Ziel ist es, innerhalb der aktiven Mitglieder Themenfelder für die Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten zu generieren, untereinander abzustimmen und die möglichen Unterstützungen resp. auch Finanzierungen sicherzustellen. Dort erfolgt auch die Diskussion über die Bildung von Konsortien durch die aktiven Mitglieder, welche sich auf bundes- und europaweit ausgeschriebene Forschungsvorhaben bewerben wollen. Aus dem Netzwerk heraus sollten sich weitere Kontakte untereinander und Gruppierungen für interdisziplinäre Forschungsvorhaben entwickeln.
Neben dem Erfahrungsaustausch und der Abstimmung wissenschaftlicher Themenfelder erfolgt im Workshop auch die inhaltliche Vorbereitung eines wissenschaftlichen Symposiums „:aqualon trifft Wissenschaft“. Im Focus stehen neben Hochschulangehörigen, Studierenden sowie weiteren Aktiven im Wissenschafts- und Forschungsbereich auch Vertreter von Behörden und anderen Wasserverbänden. Das Symposium hat wechselnde Schwerpunktthemen und soll sowohl Plattform für Plenarvorträge wie auch für die Vorstellung eigener wissenschaftlicher Ergebnisse sein. Neben dem Vortragscharakter sollte das Symposium auch als öffentliches Diskussionsforum (Podiumsdiskussionen) für aktuelle Fragen der wasserwirtschaftlichen Praxis dienen. Somit dient das Symposium auch der Werbung neuer wissenschaftlicher Mitglieder.

Notwendigkeit eines Regionalen Wassermanagements

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in den Bereichen mit Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft wie:

  • Klimaveränderungen
  • Demographie
  • Energie
  • Landwirtschaft, Forstwirtschaft
  • Ressourcen (Umgang, Verfügbarkeit)
  • Biodiversität
  • Freizeit und Erholung
  • Regional-, Bauleit- und Fachplanungen

ist die Wasserwirtschaft aufgerufen, ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Wassermanagement zu entwickeln.
Nachhaltig und zukunftsorientiert bedeutet auch, die Auswirkungen von:

  • Medienentwicklungen und Anwendungen in der Gesellschaft
  • Technologieentwicklungen 
  • Erkenntnisgewinnen (Analyseverfahren, Wissensgeneration)
  • sozialen und gesellschaftspolitischen Prozessen
    mit in den Aufbau- und Entwicklungsprozess von :aqualon einfließen zu lassen.

Von der Gesellschaft und vor dem Hintergrund der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wird im Wissenschafts- und Forschungsbereich bei der Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten und Maßnahmen erwartet, dass sie

  • intelligent
  • multikriteriell
  • effizient und
  • innovativ sind.

Mit den Ansätzen und Zielen von :aqualon werden mehrere Fachdisziplinen und Rechtsgebiete angesprochen. Hauptsächlich zu nennen sind die:

  • Wasserversorgung
  • Siedlungsentwässerung
  • Wassermengenwirtschaft (Hochwasser, Überflutungen, Dürre) 
  • Umsetzung der Gewässerentwicklungsziele

Für die Wasserwirtschaft aktuell prägend sind die Anforderungen und Aufgaben im Bereich der Trinkwasserversorgung sowie bei der Umsetzung der Wasserrahmen-, Meeresschutz- und Hochwasserrisikomanagementrichtlinie.
Die heutigen und zukünftigen Herausforderungen in der Wasserwirtschaft sind derart komplex, dass sie mit den bisher in der Anwendung befindlichen Organisationsstrukturen, Methoden und Ansätzen nicht, bzw. wenig effizient angegangen werden können. Neue Ansätze sind lösungsbasierte Kümmererfunktionen für die komplexen Aufgabenstellungen, partizipative Prozesse, d.h. die Einbindung der Akteure sowie der Öffentlichkeit, ebenso wie die Anwendung wissensbasierter Systeme und der aktuellen und zielführenden Medienangebote
In der heutigen Konstellation (Trägerverein, Fachsäulen in Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Freizeit und Erholung) kann :aqualon eine bedeutende Struktur, ein wertvolles Element , wie auch ein Modell für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wasserwirtschaft in der Region am Beispiel des Einzugsgebietes der Dhünn werden. Die gute Wasserwirtschaft bildet die Basis für eine gute Regionalentwicklung.