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chemergie aktuell

07 | 05 | 2010 Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Hürth-Knapsack

Mit großer Öffentlichkeitsbeteiligung aus Wirtschaft und Politik ist am 7. Mai 2010 die Wasserstofftankstelle in Hürth-Knapsack eingeweiht worden. Die Tankstelle ist als wesentlicher Projektbaustein in das Gesamtkonzept des Gärten der Technik-Projektes :chemergie eingebunden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Hürths Bürgermeister Walther Boecker, Brühls erstem Beigeordnetem Andreas Brandt sowie dem Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Werner Stump. Sie hoben die große Bedeutung dieser innovativen, umweltschonenden Technologie hervor, mit der die Region auch über die nationalen Grenzen hinaus von sich Reden machen werde.

Im Anschluss an eine Podiumsdiskussion, an der neben den Projektbeteiligten sowie renommierten Wasserstoffexperten auch der Staatssekretär Dr. Jens Barganz vom Wirtschaftsministerium NRW teilnahm, fand die erste Betankung der zwei Brennstoffzellen-Fahrzeuge des Typs Honda FCX-Clarity statt, die am Morgen nach der Wasserstoff-Betankung am Industriepark Frankfurt-Höchst nach Hürth gestartet waren.

Mit der Wasserstofftankstelle im Chemiepark Knapsack ist erstmals eine öffentliche Anlage errichtet worden, die den Wasserstoff direkt von den angrenzenden Produktionsanlagen bezieht. Wasserstoff fällt hier im Rahmen der chemischen Produktion in großen Mengen als Nebenprodukt an. Die Tankstelle liefert den Treibstoff für die zwei Brennstoffzellenbusse, die im Sommer 2010 den regulären Linienbetrieb u.a. im Hürther Stadtbusnetz sowie im Rhein-Erft-Kreis aufnehmen werden.

Mit der Hürther Wasserstofftankstelle, die von den Stadtwerken Hürth in Auftrag gegeben wurde, ist zudem der Lückenschluss für eine flächendeckende Versorgung von Wasserstoff für den mobilen Einsatz gelungen: Es können über 900 Kilometer auf der „Wasserstoff-Autobahn“ von München über Stuttgart, Frankfurt und Hürth bis Amsterdam mit einem wasserstoffbetriebenen Fahrzeug ohne "Tankprobleme" zurückgelegt werden.

Die neue Wasserstofftankstelle trägt wesentlich zur konzeptionellen Stärkung des Projektansatzes :chemergie bei. Als Kernbestandteil von :chemergie soll ein regionales Kompetenzzentrum entstehen, das die vorhandenen Standortkompetenzen sowohl inhaltlich als auch räumlich konzentriert und damit regionaler Anlaufpunkt für die Schnittstellenkompetenz zwischen den Themenfeldern der Chemie und Energie wird. Zur Veranschaulichung der interdisziplinären Entwicklungsmöglichkeiten dienen vor allem die innovativen Pilotprojekte der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.