chemergie

Status quo

Qualifizierungsprozess
Nach der ersten inhaltlichen Positionierung von :chemergie durchläuft das Projekt seit knapp zwei Jahren ein mit der Regionale 2010 abgestimmtes Qualifizierungsverfahren. Ziel ist es, :chemergie in der Projektfamilie :gärten der technik fortwährend zu positionieren und als qualifizierten Beitrag der Stadt Hürth im Rahmen der Regionale 2010 zu präsentieren.

Symposium zur Profilschärfung
Den Auftakt des Qualifizierungsprozesses bildete ein Symposium, das die Stadt Hürth im April 2007 am Projektstandort in Hürth-Knapsack veranstaltet hat. Hier wurden die erarbeiteten Ideen und Ansätze diskutiert und mit Experten weiter entwickelt. Die Veranstaltung diente als wichtiger Arbeitsschritt zur Herausbildung der Besonderheiten und Identifikationsmerkmale in Knapsack. Darüber hinaus wurden viel versprechende Einzelprojekte, die sich in den ersten Monaten des Konzept-Entwicklungsprozesses abgezeichnet haben, hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, Machbarkeit und Umsetzungsvoraussetzungen diskutiert [u.a. Wasserstoffprojekte, Hochschulkonzept Rhein-Erft-Akademie].

Studentische Semesterarbeiten
Als weiterer wichtiger Qualifizierungsschritt des Projektansatzes :chemergie wurden in Kooperation mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe im Bachelor-studiengang Landschaftsarchitektur studentische Entwurfsarbeiten im Wintersemester 2007/2008 erarbeitet. Kern der Aufgabe war die Erarbeitung eines stimmigen, funktional wie gestalterisch überzeugenden räumlichen Konzeptes mit dem Ziel einer Adressbildung, die den Kompetenzen der renommierten Unternehmen gerecht wird und selbstbewusst auf den Standort aufmerksam macht.
Die Entwürfe veranschaulichten die große Bandbreite unterschiedlicher Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Knapsacker Hügel und die vielfältigen Potenziale, die der Standort zu bieten hat, auf eine sehr abwechslungsreiche Weise. Es zeigte sich, dass der Standort Hürth-Knapsack gleichzeitig Potenziale für technische Effizienz einerseits und außergewöhnliche gestalterische Qualität andererseits bietet.

Studentischer Entwurfsworkshop
Im April 2008 fand aufbauend auf den bisherigen Arbeitsschritten ein internationaler studentischer Entwurfsworkshop in der Rhein-Erft Akademie in Hürth-Knapsack statt. An dem Workshop nahmen mehr als 35 Studenten und Professoren aus den Fachrichtungen Architektur, Landschafts- und Stadtplanung sowie Verfahrenstechnik aus fünf Hochschulen teil. In interdisziplinären Teams und in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten und Projektpartnern vor Ort wurde das Projekt :chemergie weiter inhaltlich und räumlich ausdifferenziert. Dabei entstanden ungewöhnliche Ideen und Konzepte, die großen Anklang bei den Projektbeteiligten fanden und eine fundierte Grundlage für die weiteren Qualifizierungsschritte bildete.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass mit der Gestaltung weniger Schlüsselbereiche bereits eine erheblich bessere Wahrnehmung des Knapsacker Hügels erfolgen kann.

Europaweiter freiraumplanerisch-architektonischer Wettbewerb
Im September 2008 erfolgte die Auslobung eines freiraumplanerisch-architektonischen Wettbewerbes auf Grundlage der RAW 2004, der sich an Arbeitsgemeinschaften von Architekten, Landschafts- und/oder Stadtplanern richtet. Inzwischen sind 17 renommierte nationale und internationale Arbeitsgemeinschaften ermittelt worden. Das Einführungskolloquium fand am 03. November 2008 statt, das Preisgericht prämierte am 06. Febraur 2009 die besten Entwürfe. Die Aufgabenstellung legt die voran gegangenen Qualifizierungsschritte zugrunde. Dabei sollen sowohl ein Rahmenkonzept für den gesamten Knapsacker Hügel entwickelt als auch räumliche Schwerpunkte planerisch konkretisiert werden. Die beiden Vertiefungsräume, für die detaillierte Lösungsansätze für eine transparente und öffentlichkeitswirksame Ausgestaltung erarbeitet wurde, sind der Werkseingang Hürth des Chemieparks sowie das Areal im Umfeld des Kühlturmes der RWE Power AG am Kraftwerk Goldenberg.

Memorandum
Die Ergebnisse des Qualifizierungsprozesses und die Entwicklung der Leitthemen orientierten Gesamtperspektive werden gegenwärtig durch ein externes Planungsbüro in Form eines Memorandums manifestiert. Darüber hinaus werden Verfahrensvorschläge zur Konkretisierung der Ideen und Maßnahmen inklusive Zeit- und Finanzierungsplanung abgeleitet. Die Ergebnisse des laufenden Wettbewerbes werden eingebunden.

Das Memorandum wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hürth und den Projektpartnern erarbeitet und bis zum Frühjahr 2009 fertig gestellt. Es dient als verbindliche Zustimmung aller beteiligten Akteure zu den Projektinhalten und zur aktiven Beteiligung bei der Umsetzung der Ziele.

Standort

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07 | 05 | 2010
Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Hürth-Knapsack | mehr
11 | 02 | 2009
städtebaulich-architektonischer Planungswettbewerb :chemergie entschieden | mehr
22 | 04 | 2008
Internationaler Entwurfsworkshop :chemergie | mehr