Qualitätskriterien

Öffnung | Transparenz

Alle Projektansätze der :gärten der technik setzen sich mit der Zielsetzung „mehr Öffnung und Transparenz am Standort“ und der damit in Verbindung stehenden Problematik auseinander. Insofern macht es Sinn, für die Methodik des „Wegziehens von Vorhängen“ [„Anti-Christo“] überzeugende Strategien zu entwickeln. Die diesbezüglichen Voraussetzungen und Ausgangslagen der Einzelstandorte sind sehr spezifisch. So ergibt sich die „Notwendigkeit“ der Öffnung und der Schaffung von Transparenz zum Teil aus einem negativen Standort-image heraus [z.B. Zentraldeponiestandort Leppe], in anderen Fällen aus der Diskrepanz zwischen der [regio-nal]wirtschaftlichen Bedeutung der Standorte und Industrien und ihrer gesellschaftlichen Wahrnehmung [z.B. Chemische Industrie in Wesseling, Braunkohle-abbau Rhein-Erft-Kreis]. Bei wiederum anderen Standorten und Projekten könnte mehr Transparenz dazu beitragen, die Akzeptanz gegenüber wissenschaft-licher Forschung, deren Ergebnisse und [vermeintlichen] Risiken und des damit verbundenen [öffentlichen] Mitteleinsatzes zu erhöhen, da der ‚produzierte’ gesell-schaftliche und wirtschaftliche Mehrwert erkennbar würde. In jedem Fall ist mit der Öffnung die Chance einer [wirtschaftlichen] Wertschöpfung in der Zukunft verbunden. Dabei sollte sich das Schaffen von Transparenz in den Produktions-, Prozess- und Forschungsabläufen der Standorte auch in Form sichtbarer Zeichen äußern. Hiermit kann die zukunfts-gewandte Haltung und die Zukunftsvision der Standorte transportiert werden. Dabei sind bauliche Interventionen [z.B. expressive Architektur] ebenso denkbar, wie räumliche Inszenierungen oder künstlerische Über-höhungen.

Dabei wurde aus dem bisherigen Qualifizierungsprozess deutlich, dass der Begriff der „Öffnung/Transparenz“ auch immer als Gegenüber den Begriff der „Abschließung“ von Bereichen erfordert. Nur, wenn zwischen sensiblen und weniger sensiblen Bereichen differenziert wird und jeder :garten der technik im „Innersten“ auch sein nicht zugängliches „Allerheiligstes“ behält, macht „Öffnung von Standorten“ Sinn. Vorstellbar ist auch eine hierarchische bzw. stufenweise Öffnung der Standorte, welche das Betreten der „empfindlichsten Bereiche“ an bestimmte Bedingungen [Wettbewerb, Fähigkeiten, Engagement…] knüpft. Beispielsweise wäre denkbar, dass sich Schulen einen privilegierten Zugang verdienen können. Darüber hinaus sollten jedoch kluge räumliche Konzepte die Standorte an geeigneter Stelle für die Allgemeinheit zugänglich/erfahrbar machen. Gleichzeitig sollte bei der Herstellung bzw. Inszenierung von Zugängen auch das Verständnis vermittelt werden, wieso manche Bereiche verschlossen bleiben.

Standort

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