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Kraftwerk Niederaußem

Das Kraftwerk Niederaußem liegt auf dem Gebiet der Kreisstadt Bergheim [Rhein-Erft-Kreis], rund 15 Kilometer nordwestlich von Köln. Es ging 1963 als Werk IV des nahe gelegenen, 1988 abgerissenen Kraftwerks Fortuna mit 150-MW-Blöcken in Betrieb. Bis zum Jahr 1974 wurde das Kraftwerk zu einer elektrischen Bruttogesamtleistung von 2.700 MW ausgebaut. Mitte der 80er/Anfang der 90er Jahre wurden umfangreiche Ertüchtigungen zur Emissionsminderung vorgenommen.

Zur Erhöhung der Verstromungseffizienz und damit zur Schonung der Rohstoffressourcen wurden seit 1994 die Turbinenanlagen des Kraftwerks teilerneuert. Bei gleichem Kohleeinsatz wird durch die bessere Energie-ausnutzung strömungstechnisch optimierter Turbinen-einbauten eine um über 150 MW höhere Nennleistung erzielt. Durch die im Jahr 1998 begonnene Errichtung eines „Braunkohlekraftwerkes mit optimierter Anlagen-technik“, kurz „BoA“, wurde ein Meilenstein auf dem Weg zu einer effizienzgesteigerten Braunkohlen-verstromung gesetzt. Sowohl mit seiner hohen Leistung als auch seiner ausgezeichneten Effizienz markiert der im Jahr 2003 in den Regelbetrieb gegangene BoA-Block neue Maßstäbe in der Kraftwerkstechnik.

Mit einer Bruttoleistung von rund 3.900 MW zählt das Kraftwerk Niederaußem zu den größten Kohlenkraft-werken in Europa. Mit einer Jahreserzeugung von rund 27 Milliarden Kilowattstunden vermag das Kraftwerk den Strombedarf von über 20 Millionen Menschen zu decken [Bezugsgröße: Musterhaushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden]. Am Standort Niederaußem sind zurzeit über 700 RWE Power-Mitarbeiter direkt beschäftigt. Durch die Vergabe von Aufträgen für Dienstleistungen und Materialeinkäufe ist das Kraftwerk Niederaußem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Rhein-Erft-Kreis. Der Beschäftigungseffekt von „Strom aus Niederaußem“ geht dabei weit über die eigenen Mitarbeiter hinaus.

Standort

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