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Tagebau Hambach

Der Tagebau Hambach [in der Gemeinde Niederzier, Kreis Düren] ist ein von der RWE Power [ehemals Rheinbraun AG] zur Förderung von Braunkohle betriebener Tagebau. Hambach ist mit einer Betriebs-fläche von 3.240 ha [Stand 2003] bei einer genehmigten Maximalgröße des Abbaufeldes von 8.500 ha der größte Tagebau in Deutschland. Auf dieser Fläche werden jährlich ca. 50 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert und über die Hambachbahn und ein Förderband abtranspor-tiert. 2003 wurde der Kohleinhalt des verbleibenden Abbaufeldes noch auf 1.855 Mio. Tonnen geschätzt.

Mit 293m unter NN, was 399m unter dem Geländeniveau vom Südostrand [106m über NN] des Tagebaus entspricht, ist der Tagebau Hambach nicht nur der tiefste Tagebau der Erde, sondern auch die tiefste - künstlich geschaffene - Landesstelle in Deutschland. Der Tagebau produziert jährlich einen Abraum von 250 - 300 Mio. m³, das Verhältnis von Abraum zu Kohle beträgt 5,7 zu 1. Weithin sichtbares Markenzeichen des Tagebaus ist die Sophienhöhe, ein künstlicher, bewaldeter Berg, der die ebene Bördenlandschaft um 200 Meter überragt. Im September 1978 wurde der Tagebau Hambach in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft begonnen. Sechs Jahre später lieferte er aus 160 Metern Tiefe die erste Braunkohle; zunächst mussten die darüber liegenden 700 Millionen Kubik-meter Sand, Ton, Kies – der sogenannte Abraum bewegt werden. Im Tagebau arbeiten sieben Schaufel-radbagger und fünf Absetzer. Sechs der Bagger können täglich bis zu 240.000 m³ Abraum oder ebenso viele Tonnen Kohle fördern. Sie sind bis zu 100 Meter hoch, etwa 225 Meter lang und wiegen 13.000 Tonnen. Fast 100 Kilometer Bandanlagen verbinden die Bagger mit den Verkippungsbereichen und mit dem Kohlebunker.

Standort

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